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Segeberg Wahlstedts Stadtvertreter für Naturschwimmbad
Lokales Segeberg Wahlstedts Stadtvertreter für Naturschwimmbad
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16:53 11.09.2018
Einstimmig sprachen sich Wahlstedts Stadtvertreter für den Millionenumbau des Freibades zu einem Naturschwimmbad aus. Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

 Das ging flugs: Ohne große Diskussion, ohne Gegenstimmen sprach sich Wahlstedts Stadtvertretung während der Sitzung am Montag für einen millionenschweren Freibad-Umbau aus. Im Sommer hatten die Stadtwerke Wahlstedt ein überarbeitetes Konzept vorgelegt (die LN berichteten), das, wie bereits ein erstes 2014, ein Naturschwimmbad vorsieht.

Das sind Umbaupläne zum Schwimmbad in Wahlstedt. Quelle: Wenzel/Grafik

Jetzt bekommt das Vorhaben unerwarteten Auftrieb durch die kurzfristige Möglichkeit, Fördermittel aus dem Bundesprogramm 2018 für die Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport und Kultur einzuwerben. In der Sommerpause habe die Verwaltung deshalb einen Antrag zur Bezuschussung des Grubenaushubs für das Vorhaben vorformuliert, um die „schlanke Vorlaufzeit bis zum Ende der Frist am 20. September, nicht verstreichen zu lassen“, umriss Verwaltungschef Matthias Bonse die Situation. Nun sei es jedoch zwingend notwendig, dass die Stadtvertretung einen Beschluss fasse - für den Umbau. Oder eben gegen das Vorhaben, dann aber werde der Antrag hinfällig.

Die Aussicht auf erste finanzielle Mittel zur Realisierung sorgte für ein einstimmiges Votum der Politik, für das nächste Jahr 440000 Euro und ein Jahr später 539000 Euro bereitzustellen. Bonse: „Wenn wir später doch zu dem Punkt kommen, dass wir uns das nicht erlauben können, dann können wir immer noch sagen: ,Das wird nichts.’“.

Ärger um Stadtwerke-Beirat

Für Missstimmung sorgte während der Sitzung der Stadtvertreter jedoch ein gemeinsamer Antrag von Grünen, CDU und FDP, der die Erweiterung des Stadtwerke-Beirates um eine Person vorsieht. Genau genommen sollte es eine weibliche Person sein, denn das Gremium muss eigentlich geschlechterparitätisch besetzt werden. Das hatte Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) nach der Besetzung moniert. Er ist durch sein Amt Beiratsvorsitzender, Arbeitnehmervertreter ist Herbert Pakulla. Außerdem gehören Jan Christoph (CDU), Klaus Harm (CDU), Bärbel Schwarz (WfW) und Hans-Peter Guckel (FDP) dem Gremium an.

Überraschend hatte die Grüne Saskia Dalfior vor Kurzem ihre Bereitschaft bekundet, im Gremium mitzuwirken, und sollte per Antrag als zusätzliches Mitglied aufgenommen werden. Überrascht davon wurde die kurzfristig informierte Wählergemeinschaft WfW. „Nach den Kommunalwahlen haben alle Fraktionen zusammengesessen, um den Beirat zu besetzen. Wir hatten angeregt, dass auch ein Grüner dabei sein sollte, damit alle Parteien vertreten sind. Das wurde vehement von der CDU abgelehnt“, ärgerte sich Bärbel Schwarz über die Kehrtwende. Aus ihrer Sicht müsse eine Fraktion einen Sitz, der mit einem Mann besetzt sei, abgeben, damit die Grüne nachrücken könne. Die hatte zwischenzeitlich jedoch wieder einen Rückzieher gemacht.

Dennoch sollte nun ein weiterer Posten im Beirat geschaffen werden. Dazu erbat sich die WfW Bedenkzeit. Unterstützung gab es von Grünen-Fraktionssprecher Winfried Wilken, der von dem Antrag genauso überrumpelt wurde wie Hans-Peter Guckel (FDP), der in einer späteren Entscheidung kein Problem sah. Doch die Bedenkzeit wurde abgelehnt, der Bürgermeister mit einer Mehrheit von 13 Stimmen beauftragt, alles vorzubereiten, damit der Stadtwerke-Beirat um eine Person erweitert werden kann – paritätisch besetzt ist er aber auch dann nicht.

Heike Hiltrop

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