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Segeberg Wahlstedts mehrspurige Datenautobahn
Lokales Segeberg Wahlstedts mehrspurige Datenautobahn
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20:53 15.11.2016

Es sind gute Nachrichten für alle Internet-User und für Wahlstedt bedeutet es eine Attraktivitätssteigerung: Schnelles Internet durch den stetigen Ausbau des Glasfasernetzes. Nicht mehr lange und die ganze Stadt sei bis auf wenige Flecken flächendeckend versorgt, frohlockt Bürgermeister Matthias Bonse (CDU). Grund zur Freude: Gerade hat die Deutsche Telekom angekündigt ihre schnelleren Verbindungen (mit mindestens 50 Mbit/s) in derzeit möglichen 3500 Haushalte auf 400 weitere auszudehnen.

Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) freut sich über den Ausbau. FOTO: HIL

Sie setzt dabei auf das so genannte Vectoring, ein Verfahren, das die elektromagnetischen Störungen in Kupferkabeln ausgleicht. Das ist deutlich billiger als der Ausbau des Glasfasernetzes, macht diesen aber nicht komplett überflüssig: Mindestens bis zu den Kabelverzweigungen der auffälligen Multifunktionsgehäuse, etwa am innerstädtischen Kreisel, musste doch Glasfaser verlegt werden. Und das sorgt zumindest unterirdisch für ordentlich Kabelsalat.

Vor ein paar Jahren noch hatte die Telekom dankend abgewunken, wenn es um die schnelle Datenautobahn auf dem platten Land und in der Fläche ging. Zu teuer. Doch dann kam die Deutsche Glasfaser und startete ihre Offensive, hat mittlerweile in der Stadt um die 30 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Auch Kabel Deutschland, einst aus dem Breitbandkabelnetz der Telekom entstanden und mittlerweile Teil der Vodafone-Group, war nicht untätig. Auf ihr Konto gehen ebenfalls ein paar Kabelkilometer. Nun also auch die Telekom.

Wer jedoch glaubt, es habe möglicherweise Kooperationen etwa für ein gemeinsames Leerrohr gegeben, der irrt: „Jeder hat sein eigenes Kabel verlegt“, bestätigt Bonse. Und so ist Wahlstedts Datenautobahn über mehrere Kilometer gleich dreispurig. Jeder Anbieter habe laut Telekommunikationsgesetz das Recht dazu, sein Netz zu bauen. „Und ich freue mich, dass sich so viele Unternehmen auf den Weg gemacht haben, denn die Stadt kostet das nichts“, so der Verwaltungschef weiter. Auch wenn beispielsweise die Leitung für die rasche Datenübermittlung der Deutschen Glasfaser „diskriminierungsfrei“ ist – das heißt nach zwei Jahren dürfen auch andere Anbieter das Netz gegen Miete nutzen –, abwarten wollte offenbar keiner der Mitbewerber.

„In einem Teil der Dorfstraße hatten wir angeregt, dass sich zwei Anbieter ein Leerrohr teilen könnten, aber die Unternehmen entschieden sich dagegen“, sagt Bauamtsleiter Torsten Maaß. Jeder beschloss eine andere Straßenseite zu nehmen. Das dicke Ende kommt, wenn irgendwo gebuddelt werden muss: Da seien im schlechtesten Fall drei Glasfaserkabel, mehrere Stromleitungen, Gas- und Trinkwasserrohre – das läppert sich. Zum Glück gibt es Netzpläne, in denen alles eingetragen ist, zumindest zur groben Orientierung. Maaß: „Das wird tatsächlich aufwendiger, bedeutet zunehmend mehr Handarbeit.“

Heike Hiltrop

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