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Wahlstedts neues Baugebiet: „Ein Gewinn für die Stadt“

Wahlstedt Wahlstedts neues Baugebiet: „Ein Gewinn für die Stadt“

Schon Ende September könnten die ersten Häuslebauer an der Glödekoppel loslegen – 15 der 17 Grundstücke sind verkauft.

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Die Straße ist fast fertig, freuen sich Helmut Glöde, Matthias Bonse und VR-Bank-Neumünster-Prokurist Holger Bajorat (v. r.).

Quelle: Fotos: Hil(2) /hfr

Wahlstedt. Aus der einstigen Hofkoppel der Familie Glöde in Wahlstedt ist auf eineinhalb Hektar ein Baugebiet geworden. Zwei Jahre und gut 700000 Euro waren dafür nötig, um die bereits seit den 1980er Jahren angedachten Pläne der Bebauung zu realisieren. Mit dem Abriss des ohnehin baufälligen Hofs seiner Eltern Olga und Herbert schob Eigentümer Helmut Glöde das alte Vorhaben nun an und plante mit Fachleuten neu. 17 Grundstücke sind entlang der Sackgasse mit Wendehammer und Stichweg zwischen der Dorfstraße und Im Streem entstanden. Nur noch zwei von ihnen sind über einen Boostedter Makler zu haben.

LN-Bild

Schon Ende September könnten die ersten Häuslebauer an der Glödekoppel loslegen – 15 der 17 Grundstücke sind verkauft.

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Mit diesem und dem großen Baugebiet am Stadtrand, das den Namen Kiebitzring bekommen hat (112 Grundstücke), steigere Wahlstedt weiter seine Attraktivität, ist sich Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) sicher: „Auch solche Angebote haben dazu beigetragen, dass wir seit vielen Jahren wieder die Marke von 9500 Einwohnern geknackt haben. Für uns ist das ein großer Gewinn.“

Wie stark die Nachfrage ist, zeigt der Blick auf den zurzeit entstehenden Kiebitzring. Ursprünglich war vorgesehen, den zweiten der beiden Bauabschnitte erst in den kommenden sieben Jahren anzugehen.

Die Nachfrage war jedoch offenbar so groß, dass es lückenlos weitergeht. „Da, hinter den Linden, sind noch einmal knapp zwei Hektar“, macht Helmut Glöde deutlich, dass auch seine Flächen Ausbaupotenzial besitzen. Doch bis es dort soweit ist, wird es mindestens fünf bis zehn Jahre dauern. Jetzt geht es zunächst um die Glödekoppel.

Gestern trafen sich Verwaltungschef Bonse, Ingenieur Bernhard Krüger und noch ein paar an der Planung Beteiligte vor Ort, um Helmut Glöde (57) feierlich das Schild für die neue, 180 Meter lange, gepflasterte Wohnstraße zu übergeben. Die Pflasterung habe viele Vorteile gegenüber Asphalt: 25 Prozent weniger Oberflächenentwässerung (Muldenversickerung) durch die Fugen etwa. Und sollte an den Leitungen im Boden gearbeitet werden, könnten die Steine einfach herausgenommen und später wieder eingesetzt werden. Das spare Kosten und sehe hinterher wieder gut aus.

Während es am nördlichen und östlichen Stadtrand flutscht, stockt es andernorts. Das Baufenster an der Kieler Straße (vier bis sechs Grundstücke) ruht, wie auch die mögliche Bebauung des Geländes an der Rendsburger Straße, auf dem der einstige Wahlstedter Hof vor sich hingammelt. Der für August geplante Abriss ist auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem die Pläne zur Geschossbebauung durch die CDU-Mehrheit im Planungsausschluss gescheitert sind, bedauert der Eigentümer, der namentlich nicht genannt werden möchte. Man wünsche sich etwas „Luftigeres“, ähnlich wie an der Ostlandstraße, so die Argumentation. Nicht machbar, ohne alle Bäume zu fällen und ohne viel Schattenwurf zu produzieren, glaubt dagegen der Eigentümer. Seine Planer suchen nach einer Lösung.

Glöde-Hof

Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Glöde-Hof mit 20 Hektar Fläche. Herbert Glöde übernahm 1950 auf Drängen des Vaters den Hof, anstatt Maschinenschlosser zu werden. Er bewirtschaftete den Hof bis zur Rente 1993 mit seiner Frau Olga (beide 1928 geboren). 2000 starb Herbert Glöde, 2010 sein ältester Sohn. 2013, nach dem Tod von Olga Glöde, schob Sohn Helmut (57) alte Pläne der Stadt zur Bebauung an.

Heike Hiltrop

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