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Segeberg Wahnsinn, dieser Ballermann am Kalkberg
Lokales Segeberg Wahnsinn, dieser Ballermann am Kalkberg
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22:02 09.05.2016
Guildo Horn hatte zur musikalischen Unterstützung Addi Mollig, einen seiner orthopädischen Strümpfe, mit an den Kalkberg gebracht. Quelle: Fotos: Silvie Domann
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Bad Segeberg

Purer Wahnsinn am Kalkberg — nein, kein Ausbruch von Rinderwahn oder einer ähnlichen Krankheit, sondern die Zusammenfassung des alljährlichen „Kalkberg Open Airs“.

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Ballermann-Spezialist Peter Wackel sang von Party, Palmen, Weibern und Bier, die Grazien der Band Night Fever begleiteten ihn.

„Das ist hier der Wahnsinn heute. Alter, das musst Du jetzt sehen.“Achim Petry in einer Smartphone-Botschaft an seinen Vater „Wolle“ Petry

Ob auf der Bühne oder davor, eine Wahnsinns-Stimmung herrschte am Sonnabend in der Kalkberg-Arena. Etwa 6500 Schlager-Fans waren in die Kreisstadt gepilgert, um die Open-Air-Saison mit der Schlagernacht zu eröffnen. Newcomer, Könige, Meister und Schlagersternchen bescheinigten der Kalkberg-Fangemeinde, der reinste Wahnsinn zu sein. Kaum wurden die Besucher zum Aufstehen und Hochreißen der Arme aufgefordert, taten sie das auch schon. Da wurde mitgetanzt, geschunkelt, mit den Armen gewunken und mitgesungen. Absolut angetan von so viel wahnsinniger Begeisterung, ließen sich eine Reihe von Künstlern mit der wogenden Masse am Kalkberg im Hintergrund ablichten. Achim Petry schickte sogar eine Videobotschaft an seinen Vater Wolle Petry, der ihn „vorgewarnt“ hatte, wie wild es am Kalkberg zugehe. „Doch das heute ist der Wahnsinn. Alter, das musst du jetzt sehen“, sagte Achim Petry und zückte sein Smartphone. Zuvor hatte er den Hit seines Vaters „Wahnsinn“ vom Publikum singen lassen.

Trotz Super-Wetter war die Arena nicht ausverkauft. Vielleicht lag es am verlängerten Wochenende, sodass viele die freien Tage für eine Kurzreise, womöglich nach Mallorca, genutzt hatten. Doch dort regnete es am Sonnabend, und es war kühler als in Bad Segeberg, sodass kurzerhand der Kalkberg zu „Malle“ wurde.

Dafür sorgten unter anderem Peter Wackel und Jürgen Drews, die einige Stunden später tatsächlich auf die Partyinsel düsten, um dort die Saison zu eröffnen. Und wie am Ballermann grölte auch der Großteil der Besucher die Hits von Peter Wackel mit. Einige Besucher hatten zwar ordentlich getankt, doch Exzesse, wie sie auf „Malle“ ab und zu vorkommen, gab es am Kalkberg nicht. Dennoch verströmte Wackel durchaus Malle-Feeling am Fledermausfelsen.

Da Jürgen Drews alias „König von Mallorca“ ein wenig in Eile war, hatte er auf seinen Königsmantel verzichtet. Diesen Part übernahm Tim-Christian aus Dithmarschen, der mit rotem Gewand vor der Bühne mitsang und die Königskrone schwenkte. Auffällig gekleidet waren auch „Die Fünf Freunde“ aus Neumünster, die sich mit Gummigitarre und in Grün unters Volk gemischt hatten. „Es ist hier immer geil, wir wollen Spaß beim Feiern. Den gibt es hier, und zwar in jedem Alter“, waren sich die fünf jungen Männer einig. Etwas älter waren dagegen die Oldies aus Segeberg und Friesland.

Die Senioren sind 1957 in eine Goslarer Grundschule gegangen und feierten zum fünften Mal ein Mini-Klassentreffen mit der Schlagernacht.

Nach Melanie Jäger, Kerstin Ott, Michael Wendler, Laura Wilde, Achim Petry, Peter Wackel, Jürgen Drews, Ella Endlich und Oli P. beendete Guildo Horn die Wahnsinns-Schlagernacht. Am Keyboard hatte er Addi Mollig von den „Orthopädischen Strümpfen“ als Verstärkung mitgebracht, die beide unter enormem Körpereinsatz das abschließende Glanzlicht der Schlagernacht setzten.

Von Silvie Domann

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