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Segeberg Wakendorf I: Für Ingrid Colberg ist nach 18 Jahren Schluss
Lokales Segeberg Wakendorf I: Für Ingrid Colberg ist nach 18 Jahren Schluss
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20:54 22.11.2016
Für Ingrid Colberg ist Schluss in der Gemeindevertretung. Bürgermeister Kurt Böttger verabschiedete sie am Montag. FOTOS: DREU
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Wakendorf I. Einem fast schon „kometenhaften Aufstieg“ kommt das ehrenamtliche Engagement von Viola Belletti gleich, die für Ingrid Colberg auf der Liste der Kommunalen Wählergemeinschaft (KWG) in die Gemeindevertretung nachrückte. Weil mit dem Ausscheiden ihrer Vorgängerin auch das Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin frei wurde, wurde sie am Montag mit einem knappen Ergebnis von 3:2 in dieses Amt gewählt.

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„Ich freue mich, wie positiv die Resonanz der Wakendorfer auf die Flüchtlinge ist. Viola Belletti

„In all den Jahren warst du immer für die Gemeinde da. Dein Ausscheiden bedauere ich sehr“, sagte Bürgermeister Kurt Böttger bei der Verabschiedung von Ingrid Colberg. Sie war seit dem 2. Dezember 1998 im Gemeinderat, arbeitete im Kultur- und im Finanzausschuss, den sie seit 2013 sogar leitete. Davor war sie vier Jahre lang Naturschutzbeauftragte. Obwohl das Vorschlagsrecht für den Vorsitz des Finanzausschusses bei der KWG lag, schlug Bürgermeister Kurt Böttger Rainer Muhl von der ABKW vor, der die Wahl auch annahm. Michael Borcherts wurde als neues bürgerliches Mitglied in den Finanzausschuss gewählt.

Teuer wird es für die Gemeinde bei der Entschlammung des Regenrückhaltebeckens an der Havighorster Straße. Die nächste große Ausgabe nach dem Kanalkataster und dem Bau des Sportlerheims. Nach einer ersten Kalkulation sind Kosten in Höhe von 18000 Euro im Gespräch. „Die Summe hat mich vom Hocker gehauen“, sagte Bürgermeister Kurt Böttger in der Gemeindevertretersitzung. Er selbst sei dabei gewesen, als eine Mitarbeiterin des Wege-Zweckverbandes (WZV) Proben gezogen hat. „Die waren so belastet, dass sie verbrannt werden mussten“, betonte Böttger. In den zehn Jahren, seit es das Regenrückhaltebecken gibt, sei es noch nie entschlammt worden. Und obwohl es nur zur Entwässerung der 14 Häuser des Baugebietes diene, sei es voll und obendrein bereits randvoll verschlammt. Ausgegangen werden müsse von 100 Tonnen Sand, die aufgenommen und entsorgt werden müssten.

Außerdem erläuterte der Bürgermeister den Stand der Dinge beim Kanalkataster. Die Maßnahme ist bereits seit Mitte 2013 abgeschlossen. Statt der veranschlagten 38000 Euro wurden schließlich mehr als 86000 Euro fällig, nachdem mehr überprüft wurde, als anfangs vereinbart worden war. Die Gemeinde weigerte sich allerdings, den vollen Betrag zu bezahlen, war nur bereit, auch die Kosten für die Überprüfung der Hausanschlüsse zu übernehmen. „Die 38000 Euro haben wir bezahlt, auf die Endabrechnung warten wir genau wie auf ein Angebot zum Kauf des gesamten Kanalnetzes immer noch. Inzwischen sind alle Mitarbeiter, mit denen wir das besprochen hatten, weg – und wir haben immer noch nichts“, sagte Böttger.

Derzeit kümmern sich drei Helferinnen und der Hausmeister um die afghanischen Flüchtlinge im Ort (ein junges Paar und die beiden jüngeren Brüder des Mannes), die in der Wohnung im alten Sportlerheim leben. „Ich freue mich darüber, wie positiv die Resonanz der Wakendorfer auf die Flüchtlinge ist“, sagte Viola Belletti, die zum Helferkreis gehört. Es habe bereits viele Spenden gegeben. Regelmäßig kümmern sich zudem Helfer um die Hausaufgaben der Kinder, die nun einen Schreibtisch für das Kinderzimmer bekommen sollen.

Petra Dreu

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