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Segeberg Waldemar Martin: Rückkehrer aus Sibirien
Lokales Segeberg Waldemar Martin: Rückkehrer aus Sibirien
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20:18 12.11.2016

Auf dem Ehrenmal sind nicht nur die Namen von Dorfbewohnern in Stein gemeißelt, die während des zweiten Weltkriegs ihr Leben gelassen haben, sondern auch die Namen derjenigen, die vermisst wurden. Zu ihnen gehörte auch Waldemar Martin, der vor dem Krieg mit seiner Familie in Wakendorf I gewohnt hatte.

Er war noch ein junger Mann, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Sein Alter war sein Glück, denn statt erschossen zu werden, übergaben ihn die Amerikaner nach Kriegsende an die Russen, die Waldemar Martin dann als Kriegsgefangenen nach Sibirien schickten. Auch in Sibirien hatte Martin Glück, denn er fand seine Ehefrau, die er später mit nach Deutschland nahm. Anstatt nach Wakendorf zog die kleine Familie nach Neustadt.

Erst als Waldemar Martin davon hörte, dass Wakendorf I im Jahr 1999 das 750-jährige Bestehen feierte, kam er zurück und entdeckte seinen Namen auf dem Findling des Ehrenmals. „Er bat um den Zusatz, dass er 1973 zurückgekehrt sei und hatte gleich gesagt, dass er sich finanziell am Stein beteiligen wolle“, erzählt Bürgermeister Kurt Böttger. Erst Jahre später war das Werk vollbracht. Waldemar Martin wurde zur Begutachtung eingeladen. Kurt Böttger: „Als er abfuhr, drückte er mir einen Umschlag mit 300 Euro in die Hand. Das war viel zu viel.“

pd

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