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Segeberg Warme Worte für den neuen „Wortort“
Lokales Segeberg Warme Worte für den neuen „Wortort“
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20:38 06.12.2017
Zimmermann Hans-Heinrich Hamdorf (r.) und sein Team kurz vor dem traditionellen Richtspruch auf dem Dach des neuen Anbaus. Das Glas klirrte anschließend: Es kann nichts mehr schiefgehen. Quelle: Fotos: Irene Burow
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Bad Segeberg

Klarer Schnaps und ein Glas wurden in den letzten Minuten besorgt: Denn ohne geht’s nicht. „Wir wollen hier kein Unglück“, sagt Bauamtsleiterin Antje Langethal und übergibt die Utensilien an Chef-Zimmerer Hans-Heinrich Hamdorf. Es muss schon klirren beim Richtfest. Und die Handwerker lassen sodann auf dem Dach des neuen Stadtinfo-Anbaus nach dem traditionellen Richtspruch das Glas zerbersten. Und mit Kränzen wurde nicht gespart: Einer flatterte über dem Bau, ein weiterer darunter. Die Kinder der Kita „Alte Sparkasse“, die in dem Haus betreut werden, hatten zudem ein kleineres Exemplar mit Strohpuppen gebastelt.

Der Anbau der Bad Segeberger Stadtinformation nimmt Form an: Die Holzkonstruktion steht. Sie lässt den Ausblick erahnen, den es bald durch eine Glasfront auf den Innenhof geben wird. Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert.

Glück und Segen sind damit versprochen für das wichtige Innenstadt-Projekt. „Ich freue mich auf den Ort der Begegnung“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Jens Lichte und dankte allen Handwerkern, die bei herbstlich-widrigen Bedingungen hier ihre Arbeit verrichten. Er machte noch einmal auf die Bedeutung des Hauses für die ganze Stadt aufmerksam. Denn im historischen Heinrich-Wickel-Haus, das Privatdomizil des Weinhändlers Johannes Heinrich Wickel, wurde im Jahr 1884 das erste Badehaus für therapeutische Solbäder errichtet – es war der Beginn der hiesigen Solbad-Kultur und der Grund dafür, dass Segeberg den Titel „Bad“ tragen darf.

„Die Richtfeste werden weniger“, sagte Architekt Hauke Kraß, doch sein Büro halte daran fest. „Es ist ein schönes Innehalten. Ich liebe den Umgang mit den Menschen auf der Baustelle.“ Das Projekt sei etwas Besonderes, nämlich eines von bundesweit 54, das aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert wird. Die Stadt hatte sich 2015 dafür beworben. „Mit Bauamtsleiterin Antje Langethal hatten wir nur ein Zeitfenster von sechs Wochen – und waren alle ganz beseelt, als die Zusage kam“, erinnerte sich Hauke Kraß. Der Umbau zum „Wortort“ kostet rund 1,75 Millionen Euro. Davon werden 90 Prozent gefördert.

Bisher sind 700000 Euro verbaut worden. Das vorhandene Gebäude wird saniert und um einen Neubau erweitert. Dieser wird vom Seminarweg erreichbar sein und einen Veranstaltungsraum beherbergen.

Stadtbücherei, Stadtarchiv, Touristinformation, Kindergarten und die verschiedenen Beratungs- und Dienstleistungsangebote behalten ihren Platz in dem Stadtinfo-Haus „Wortort“. Die Angebote sollen ausgebaut und besser vernetzt werden. Denn die Stadtbücherei kam räumlich an ihre Grenzen, das Archiv und die Touristinformation waren vorher wenig repräsentativ.

Beim Umbau wird sensibel mit den Bestandsfassaden umgegangen, auf Klimaschutzziele, Denkmalschutz und Barrierefreiheit geachtet. Am Ende werden Gebäudeteile verschiedener Baualtersklassen zusammengefügt, und ein dreiseitig umschlossener Gartenhof entsteht. Dieser wird entsiegelt, durch großflächige Verglasungen sichtbar und kann, wenn alles fertig ist, mitten im lebendigen Straßenraum als Oase genutzt werden.

Im Juli wurde mit den Bauarbeiten in der Oldesloer Straße 20 begonnen. Der Ort der Verständigung soll im Sommer 2018 fertig sein.

Von Irene Burow

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