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Bad Segeberg Warmlaufen fürs Weihnachtsgeschäft

Bad Segebergs Geschäftsleute ziehen ein eher positives Fazit vom letzten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr.

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Bummeln, schauen und vielleicht etwas kaufen: Den vergangenen Sonntag nutzten viele Familien für einen Kurzausflug nach Bad Segeberg.

Bad Segeberg. Der letzte verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr ist vorbei. Tausende lockte das Sonntagsshopping in zahlreiche Städte Schleswig-Holsteins. So auch in Bad Segebergs Innenstadt. Sonderangebote, Rabattaktionen, hier und da ein Kaffee oder ein Glas Sekt: Fünf Stunden offene Läden, das nutzten vor allem Familien für einen Bummel.

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Bad Segebergs Geschäftsleute ziehen ein eher positives Fazit vom letzten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr.

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„Die Leute wollen mit der Familie in Ruhe bummeln. Die Kunden nehmen sich mehr Zeit.“ Manuela Beckmann, Verkäuferin

„Der Handel läuft sich gerade für das Weihnachtgeschäft warm“, sagt Monika Dürrer vom Handelsverband Nord, bei dem 80 Prozent der Einzelhandelsflächen in Schleswig-Holstein mit rund 117000 Arbeitsplätzen organisiert sind. Anders als das trübe Wetter seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen robust und gut, man gehe positiv auf das Weihnachtgeschäft zu.

Die Aussicht auf kalte Tage komme genau zum richtigen Zeitpunkt. In einer Blitzumfrage des Verbandes gehen derzeit 50 Prozent der Mitglieder von einem besseren Weihnachtsgeschäft aus als im Vorjahr.

Allerdings, so Dürrer, seien die Kunden derzeit noch in der Orientierungsphase. „Viele wollen eher mal gucken, mit der Familie bummeln. Die Kunden nehmen sich viel Zeit, sind entspannter als in der Woche“, fasst Manuela Beckmann ihren Arbeitssonntag in der Boutique „Traumstück“ in der Kirchstraße zusammen. Kundin Jennifer Ermoneit pflichtet ihr bei: „Wir waren zum Frühstücken in der Stadt, und dann schaut man sich halt noch mal um.“ Bummeln als Kurzweil führte auch Petra Dieck nach Bad Segeberg, aber groß eingekauft habe sie nicht. „Das ist mehr Menschenkino: schnacken, schauen, ein bis zwei Stunden frische Luft schnappen.“ Galerieinhaberin Sabine Peters zeigt sich zufrieden: „Die Resonanz ist gut, auch der Umsatz. Das liegt am tristen Wetter. Wenn es schön ist, suchen die Leute eher draußen Unterhaltung.“ Aber mehr Sonntage müssten es nicht sein, „dann wäre es nichts Besonderes mehr“, schränkt sie ein.

„Als das anfing mit den verkaufsoffenen Sonntagen, war jedes Mal die Hölle los. Heute verteilt sich das viel mehr“, resümieren hingegen Manfred und Petra Franz. Beide waren früher im Einzelhandel tätig, sind mittlerweile im Ruhestand: „Sehmänner“ hätten sie früher diejenigen genannt, die in den Geschäften unterwegs waren. Klar freuten sich viele Berufstätige, mit der Familie etwas zu unternehmen. Aber mehr als Unterhaltung sei der verkaufsoffene Sonntag eben auch nicht. „Wieder lange Donnerstage – das wäre einfach besser“, so ihr Fazit. Tatsächlich hatte auch nicht jedes Geschäft in der Innenstadt geöffnet. „Seidenfein“ in der Kirchstraße beispielsweise blieb dicht: „Ich bin zu weit ab vom Schuss. Alles spielt sich Richtung Marktplatz ab, dort findet alles statt. Da wird mein Geschäft nicht wahrgenommen“, argumentiert Inhaberin Margarita Albers.

Ein Blick auf den Platz gab ihr Recht: Zwischen Dahlmannschule und St. Marien hatten sich Feuerwehr, Polizei, DRK und die Firma „Mebo“ zu einem Informations-Markt zum Thema Sicherheit zusammengetan:

Brand-, aber vor allem Einbruchsschutz – der interessierte besonders viele Passanten.

Heike Hiltrop

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