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Segeberg Was Fußball mit Brechbohnen zu tun hat
Lokales Segeberg Was Fußball mit Brechbohnen zu tun hat
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20:53 16.10.2017
Freuten sich über ihren Stargast Holger Stanislawski (2.v.l.): Gunnar Becker (l.) und Kai Jörg Evers von Norderstedt-Marketing und Nils Thoralf Jarck (r.) von der IHK zu Lübeck. Quelle: Foto: Fuchs
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Norderstedt

Der Coach des Derby-Sieges gegen den HSV von 2011 und frühere Spieler, Manager und Vizepräsident hatte nach weiteren Stationen in Hoffenheim und Köln den Trainer-Job überraschend vor drei Jahren gegen die Leitung eines Rewe-Marktes in Winterhude aufgegeben. Jetzt wollten 400 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik von ihm wissen, wie dieser „untypische Werdegang“ zustande kommen konnte.

„Fußballvereine sind Wirtschaftsunternehmen“, führte Marketingvereinschef Kai Jörg Evers in das Thema ein. Aber nirgendwo sonst stehe der Manager so sehr in der Öffentlichkeit und könne schnell seinen Job wieder verlieren. „Von diesem schnelllebigen Geschäft können wir sehr viel lernen.“

Mit Beamer, gestenreich und sehr humorvoll führte Stanislawski anschließend dem Publikum vor Augen, was das Fußballgeschäft und der Handel mit „Brechbohnen und Tomaten“ gemeinsam hätten und wo die Unterschiede lägen. Mit dem Satz: „Schön, dass Jupp Heynckes jetzt bei Bayern ist, dann kann ich in 24 Jahren mit 72 wieder Pauli übernehmen“, hatte er gleich die Lacher auf seiner Seite. In beiden Bereichen gehe es um Menschen, Fans und Kunden, eine gute Organisation und Motivation des Teams und der Mitarbeiter. „Teamarbeit ist auch in der Wirtschaft das Wichtigste“, befand auch Nils Thoralf Jarck, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK. Mitarbeiter müssten dem Chef vertrauen.

„Wenn das Regal leer ist, ist der Kunde enttäuscht und kommt nicht wieder.“ Dabei läuft der Laden, mit insgesamt 130 Mitarbeitern und 7500 Quadratmetern der größte Supermarkt in Norddeutschland, offenbar sehr gut. 31,5 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschafte er und locke bis zu 100000 Kunden im Monat an.

Aber emotional gebe es natürlich himmelweite Unterschiede. Wenn ein Fußballer das entscheidende Tor zum Aufstieg schieße, den er mit Pauli dreimal erlebte, sei kein Halten mehr. „Dann kannst du eine Woche lang nackt Sackhüpfen machen.“ Wenn er bei Rewe den Umsatz steigere, macht dagegen nicht die „Kasse 4“ vor Freude Luftsprünge. Aber schon am nächsten Tag, wenn er mit den Ersatzspielern trainiere, werde der Trainer wieder auf den Boden der Tatsache zurückgeholt, weil die jetzt weg wollten. „Und wenn du verlierst, sagen alle: ‚Der Trainer muss weg, warum spielst du nicht mit zwei Spitzen“, erklärte der „Weltpokalsiegerbesieger“ von 2002 gegen Bayern München. „Das ist mit der Wirtschaft nicht vergleichbar. Diese emotionale Wellenpartie gibt es nur im Fußball.“ Da sei die Wirtschaft „stressfreier“. bf

LN

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