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Was hat eine alte Mülldeponie mit der Eiszeit zu tun?

Schlamersdorf Was hat eine alte Mülldeponie mit der Eiszeit zu tun?

Schlamersdorfer Ferienkinder erkundeten die Deponie Damsdorf.

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Wie die Eiszeit die Landschaft rund um die Forscherhütte auf Deponie in Damsdorf geprägt hat, erfuhren die Ferienkinder von Dierk Hammann, zertifizierter Natur- und Landschaftsführer aus Trappenkamp.

Quelle: Foto: Hfr

Schlamersdorf. Acht Ferienkinder der Offenen Ganztagsschule Schlamersdorf sind mit dem Bus zur Forscherhütte auf der renaturierten Deponie Damsdorf gereist, um bei der Erlebnistour Eiszeit mitzumachen.

Was hat eine alte Mülldeponie mit der Eiszeit zu tun? Das konnte sich zunächst keines der Ferienkinder vorstellen. Mit Landschaftsführer Dierk Hamann und Bettina Kramer vom Martin-Meiners-Förderverein kamen die Kinder der Eiszeit und dem Müll aber Schritt für Schritt näher. Zuerst ließen sie weißes Papier schneien, bis ein großer Gletscher entstanden war. Auf einer Europakarte suchten sie die Eisgrenze. Danach bewegten die Kinder große Steine und entdeckten an den hinterlassenen Spuren die Grund- und Endmoränen. Mit Gießkannen ließen sie Wasser auf einen blauen Sack, der als Gletscher diente, regnen. Ausgeschwemmt wurde feiner Sand, der sich eindrucksvoll als Sanderfläche abbildete. „So ist unsere Landschaft hier entstanden.“, erklärte Hamann. „Geröll, Steine und Sand sind von riesigen Gletschern aus dem Norden zu uns transportiert worden und haben mit ihrem Gewicht und ihrem Schmelzwasser die Landschaft geprägt.“

Nach einem kurzen Spaziergang kam die Sieb- und Waschanlage vom Kieswerk Heidelberger Sand und Kies ins Blickfeld. „Beim Kiesabbau wird all das, was die Eiszeit uns gebracht hat wieder voneinander getrennt und so gesiebt, das Häuser, Straßen und Wege damit gebaut werden können“, erklärt Kramer. Zurück bleiben riesige Löcher in der Landschaft. Die wurden solange mit Müll befüllt, bis ein Hügel entstand.

Jetzt wurde den Kindern klar, dass sich unter ihnen Müll befindet, der bis 1992 in diese ehemalige Kieskuhle gefüllt wurde. Vorzustellen ist das schwer, da heute der Hügel von Blumen, Hummeln, Bienen, Schnecken und verschiedensten Vogelarten bewohnt wird.

LN

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