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Segeberg Was ist eigentlich Kunst? Harry Beiersdorf hat die Antwort
Lokales Segeberg Was ist eigentlich Kunst? Harry Beiersdorf hat die Antwort
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20:34 24.10.2017

„ Jeder möchte Kunst verstehen“, sagt der Veranstalter und Kunstsammler Harry Beiersdorf, der bei „einer genauen Definition von Kunst“ selbst passen muss. 20 Bücher über Kunst habe er zu Hause in seinen Bücherregalen stehen. Eine zufriedenstellende Antwort hätten aber auch diese nicht geben können. „Selbst wenn es sinnlos erscheint, macht es doch sinnliches Vergnügen, sich immer wieder damit auseinanderzusetzen“, so Beiersdorf, der mit seinem „Kunst-Definator“ eine Antwort auf diese schwer zu erörternde Frage gibt, für die schon Lessing, Herder, Goethe, Schiller und Siegmund Freund keine zufriedenstellende Lösung gefunden haben. Eine Antwort von Picasso erfreut Beiersdorf noch heute. „Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten“, hatte dieser seinerzeit geantwortet.

Landmarkt-Veranstalter Harry Beiersdorf hat sich mit seinem „Kunst-Definator“ den mobilen Zwischenwelten gewidmet. Quelle: Foto: Petra Dreu

Der „Kunst-Definator“ ist selbst ein Kunstwerk, das auf einem fahrbaren Podest an den unterschiedlichsten Standorten positioniert werden kann. Ein weißer Longhorn-Schädel thront wie auf einem Marterpfahl auf einem 200 Jahre alten Eichenbalken. Ein goldfarbenes irisches Schriftzeichen aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert signalisiert „Lust“ und die drei Primärfarben rot, gelb und blau stehen für das sinnliche Empfinden von Farbschwingungen nach Professor Nils Finsen. Unter einer schweren Eisenklappe soll die Antwort auf die Frage aller Frage stehen und den Begriff „Kunst“

erklären. Ob der Betrachter mit der Erklärung zufrieden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

„Manche lachen, wenn sie die Klappe hochheben, andere grinsen und machen nicht unbedingt den Eindruck, als würden sie sich mit der Definition von Kunst auseinandersetzen“, erzählt Harry Beiersdorf, für den der „Kunst-Definator“ ein Symbol für mobile Zwischenwelten ist und Antworten auf Fragen gibt, die jeden Tag neu gestellt werden könnten.

Mit seinen Land-, Antik-, Oster- und Weihnachtsmärkten lockt Harry Beiersdorf regelmäßig tausende Besucher aus dem gesamten Norden zum Landgestüt Traventhal. Seit 18 Jahren stellt er auf dem weitläufigen Gelände zudem eigene Installationen aus, von denen vielen die „lebenden Bilder“, „goldene Eier“, die „Traventhaler Tafel“ und „Kesselwelten“ in Erinnerung geblieben sind. Auf große Resonanz ist sein letztes Kunstwerk „Arschloch-Mahnmal“ gestoßen, das aus Metallmuttern gefertigt das Hinterteil eines Menschen symbolisiert. In ihm landen immer wieder Zettel mit Namen von Leuten, die in den Augen anderer den Titel „Arschloch“ verdient haben.

Von Petra Dreu

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