Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Was lange währt: Radweg soll nach 20 Jahren kommen
Lokales Segeberg Was lange währt: Radweg soll nach 20 Jahren kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:20 07.07.2017
Am Ende der Brücke ist der Radweg für Otto Westphal noch vor der „Oase" in Steinbek zu Ende. Ihm bleibt nur die enge Straße. Quelle: Foto: Dreu
Weede

Damit hat in Weede kaum noch jemand gerechnet: 20 Jahre hat sich die Gemeinde um einen Radweg als Lückenschluss von Geschendorf über Steinbek nach Weede bemüht – stets jedoch ohne Erfolg. Noch vor einem Jahr hatten Bürgermeisterin Gretel Jürgens und ihr Stellvertreter Bernd Sulimma nach einem erneuten Vorsprechen beim Kreis nur Frust mit nach Hause nehmen können. Nun aber kam die unerwartete Zusage für den lang ersehnten Weg. Die frohe Kunde hat allerdings einen Haken: Gebaut werden könne der Radweg laut Nils Petersen aus der Tiefbauabteilung des Kreises jedoch nur, wenn ein Mitarbeiter eingestellt werde, der dieses Projekt managen kann. Ingenieure sind auf dem Arbeitsmarkt aber Mangelware.

„Dass der Radweg endlich gebaut werden soll, freut uns alle sehr.Otto Westphal

Radfahrer aus Steinbek

Für Otto Westphal ist der Radweg schon fast zu einer Lebensaufgabe geworden. Er kann sich noch gut daran erinnern, als beim Bau der A 20 durch den Bund 2005 auch der Radweg zugesagt wurde. „Wir hatten das schriftlich“, sagt Otto Westphal aus dem Ortsteil Steinbek. Der Bund hatte zum Autobahnbau zwar das großmundige Versprechen gemacht, aber für den Radwegebau ist nicht er, sondern das Land zuständig, das die Aufgabe wiederum dem Kreis übertragen hat. Der Kreis allerdings hatte sich in den vergangenen Jahren beim Radwegebau sehr zurückhaltend gezeigt. Doch das soll sich nun ändern. „Es ist politischer Wille“, sagte Nils Petersen aus der Tiefbauabteilung.

Er geht davon aus, dass es im kommenden Jahr mit dem Radweg von Steinbek nach Geschendorf etwas werden könnte. Für die zwei Kilometer lange Strecke geht er von Kosten in Höhe zwischen 400000 und 600000 Euro aus. „Den innerörtlichen Bereich müssen wir auslassen“, so Petersen. Zwar hatte die Gemeinde schon alles bis ins kleinste Detail vorbereitet und Vorverträge mit den Landeigentümern abgeschlossen, doch diese bezogen sich auf eine Radwegbreite von 2,50 Metern. „Das ist aber nicht mehr zulässig. Vorgeschrieben sind inzwischen drei Meter“, erläuterte er.

Otto Westphal ist froh, dass der Radweg zumindest in greifbarer Nähe ist. „Wir freuen uns sehr“, erzählt der Steinbeker, der sich noch gut daran erinnern kann, wie die Brücke kurz vor der „Oase“ über die Bißnitz gebaut wurde. „30 Jahre ist es her. Sie wurde breiter gebaut, weil bereits zu dem Zeitpunkt ein Radweg eingeplant war. Selbst die Klärteiche wurden mit ausreichendem Abstand zu einem möglichen Radweg angelegt“, so Westphal.

Ob der Radweg 2,50 oder drei Meter breit wird, ist Otto Westphal ganz egal. Auch kann er damit leben, dass es innerhalb der geschlossenen Bebauung keinen Weg geben wird. Westphal: „Das ist nicht schlimm. Vielleicht kann man dort ja einen Teil der Fahrbahn farblich kennzeichnen, wie es anderswo auch schon gemacht wurde.“

 Petra Dreu

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige