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Segeberg Was wäre eine Wahl ohne die vielen Helfer ringsherum?
Lokales Segeberg Was wäre eine Wahl ohne die vielen Helfer ringsherum?
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21:38 19.09.2013

Immerhin 21 Euro steuerfrei und bar auf die Hand: So viel gibt es bei der Bundestagswahl für die Helfer, die am 22. September in zwei Schichten dafür sorgen werden, dass bei der Wahl alles mit rechten Dingen zugeht. 21 Euro sind allerdings nicht Stunden-, sondern Tageslohn, der meistens durch eine Tasse Kaffee und Kuchen aufgestockt wird.

Darauf jedoch kommt es vielen Helfern gar nicht an. Sie machen mit, weil es ihnen Spaß macht. So zumindest geht es den Wahlhelfern im Ihlseerestaurant. Sie melden sich immer wieder geschlossen als Freiwillige. Wer sich einmal gemeldet hat, wird meistens „verhaftet“, sogar ein Leben lang, wie Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski, für den das Amt als Wahlhelfer mehr als ein bloßes Ehrenamt ist: „Unsere Demokratie lebt durch die Wahlen. Das ist die Grundlage unseres Gemeinwesens“, sagt er, der bereits seit über 20 Jahren bei den Wahlen mithilft. Mit dieser Erfahrung ist er inzwischen zum Wahlvorsteher des Wahlkreises 001 aufgestiegen und trägt die Verantwortung für ein korrektes Wahlergebnis.

Von 8 bis 18 Uhr können die Wähler am Sonntag in die Lokale gehen. Das heißt für Zielinski und seine sieben Mitstreiter, spätestens um 7.30 Uhr im Lokal zu sein, um es einzurichten. Die Wahlkabinen und die -urnen müssen aufgestellt werden, Stifte bereitliegen und auch das Wählerverzeichnis bekommt seinen Platz. „Wenn alles fertig ist, teilen wir uns in zwei Gruppen auf, in denen jeder seine feste Aufgabe hat“, so Zielinski.

Während die Frühschicht wieder nach Hause gehen kann, geht der Rest an seine Arbeit. Als Beisitzerin im Ihlseerestaurant wird Annika Hogrefe die Wahlbenachrichtigungen entgegennehmen und sie zusammen mit der Schriftführerin mit dem Wählerverzeichnis vergleichen. Erst danach bekommt der Wähler seinen Stimmzettel und geht in eine der Wahlkabinen, um seine Kreuzchen für die Erst- und die Zweitstimme zu setzen. Danach wird noch der Einwurf in die Urne beobachtet.

Vor der Schließung der Wahllokale finden sich Früh- und Spätschicht wieder ein. Dann wird jede Hand gebraucht. „Vor der Auszählung wird alles noch einmal kontrolliert und mit den Zahlen des Wählerverzeichnisses abgeglichen“, erklärt Zielinski, für den eines ganz besonders wichtig ist: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Erst wenn er die Schnellmeldung ans Rathaus weitergegeben hat, wenn alle Wahlhelfer das Protokoll unterschrieben haben und die Wahlkabinen und Tische weggeräumt sind, können er und seine Helfer sich zurücklehnen. „Wir haben dabei immer so viel Spaß, dass wir uns spätestens beim Abwahlbier einig sind, bei der nächsten Wahl wieder dabei zu sein“, so Zielinski.

Wer Lust hat, auch einmal einen Sonntag lang als Wahlhelfer Dienst zu tun, kann sich unter der Telefonnummer 045 51/ 964 311 bei Hartmut Gieske im Ordnungsamt der Stadt Bad Segeberg melden.

Petra Dreu

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