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Segeberg Weede bekommt ein Multifunktionshaus
Lokales Segeberg Weede bekommt ein Multifunktionshaus
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20:19 16.12.2015
Überdacht und mit Blick auf das Spielfeld: So soll die Außenterrasse des Multifunktionshauses aussehen. Quelle: Dreu

Das Feuerwehrhaus ist zu klein, die auf dem Boden gelagerte Kleidung wird feucht, das Sportlerheim müsste dringend saniert werden und richtig Platz für Gerätschaften der Gemeinde gibt es auch nicht: Statt notdürftig hier und dort zu flicken oder anzubauen, möchten die Gemeindevertreter lieber etwas mit Hand und Fuß — ein Multifunktionshaus, das jeden Bedarf abdeckt. Nach einem Architektenwettbewerb hatte der Entwurf von Kurt und Jana Schmidt die Herzen der Weeder Kommunalpolitiker erobert. In der Gemeindevertretung am Dienstag wurde er erstmals auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Der Entwurf deckt alles ohne Schnickschnack ab“, sagte Bürgermeisterin Gretel Jürgens. In der Tat, der Plan ist durchdacht, auf die Belange von Feuerwehr und Gemeinde abgestimmt und bietet obendrein Möglichkeiten, alle Gebäudeteile einzeln oder in Gänze zu nutzen. So können die einzelnen Aufenthaltsräume zu einem 170 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal verbunden werden. Kleine Feiern oder Sitzungen werden dort ebenso möglich sein wie große Feste. Eine Küche ist eingeplant, die sowohl über eine Ausgabe zur Gastronomie als auch zur Terrasse verfügen soll. Wer Lust hat, kann dort selbst bei Regen trocken sitzen und sein Schnitzel genießen, während er einem Fußballspiel folgt.

Das Multifunktionshaus mit 790 Quadratmetern Nettogrundrissfläche soll nicht mehr an der Stelle des jetzigen Sportlerheims stehen, sondern direkt an der Straße rechts der Auffahrt. Dahinter hätte ein Kleinspielfeld neben dem großen Spielfeld Platz. Nach dem Fußball haben die Spieler direkt von außen Zugang zu ihren Umkleiden, ohne Gras und Dreck hereinzutragen.

Eine separate Auffahrt, die einen Begegnungsverkehr mit Sportlern und Zuschauern ausschließt, ist für die Feuerwehr vorgesehen, die im Notfall schnell auf der Hauptstraße ist. Zwei Tore sind für beide Feuerwehrautos eingeplant, ein weiteres für die Geräte der Gemeinde. Geplant ist zudem ein Raum für die Jugendfeuerwehr.

So ein durchdachter Bau kostet natürlich auch etwas. 1,5 Millionen Euro hat Kurt Schmidt ausgerechnet — ein ordentlicher Happen für die Gemeinde, die bei einer Realisierung auf 50 Prozent Fördermittel hofft und den Beschluss fasste, den Entwurf von Vater und Tochter Schmidt weiterzuverfolgen. Vergeben wurde dazu die Aufträge für die Fachplanung von Statik und Gebäudetechnik.

Die Kosten für einen „Radweg für Arme“ von Weede nach Steinbek hat sich die Gemeinde ebenfalls ausrechnen lassen. Zwei Meter breit soll der Weg werden, der dann mit 300000 Euro die Hälfte von dem kostet, was der Kreis für die breitere, dafür förderfähige Variante angesetzt hatte. Hinzukämen die Kosten für den Landkauf.

Den Haushalt, der bereits eine Kreditaufnahme von 750000 Euro für das Multifunktionshaus enthält, schließt Weede im nächsten Jahr voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von 19400 Euro ab. Die Steuerhebesätze betragen 319 Prozentpunkte für die Grundsteuern A und B sowie 340 Prozent bei der Gewerbesteuer.d

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