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Segeberg Wege-Zweckverband will mit mehr Wir-Gefühl in die Zukunft
Lokales Segeberg Wege-Zweckverband will mit mehr Wir-Gefühl in die Zukunft
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21:22 17.08.2013
Diskutierten auf der Verbandsversammlung über den Finanzausgleich und das Erfolgsmodell WZV (von links): Bettina Kramer, Horst Schramm, Karin David, Innenminister Andreas Breitner, Jens Kretschmer, Prof. Dr. Marcus Arndt und Moderator Ingwer Seelhoff. Quelle: Fotos: P. Dreu

Bestens gerüstet für sämtliche Herausforderungen präsentierte sich der Wege-Zweckverband auf seinem gestrigen Zukunftstag in Bad Segeberg. Sowohl bei der Abfallbeseitigung als auch bei der Unterhaltung der Verkehrswege, der Pflege der Natur und vor allem bei der Breitbandversorgung im ländlichen Raum hat der Verband der Segeberger Gemeinden viel zu bieten.

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„Dass sich Breitband im ländlichen Raum trägt, damit hat niemand gerechnet. Dass wir die Anschlussquote in den ersten drei Gemeinden auf Anhieb geschafft haben, macht mich stolz“, sagte Verbandsvorsteher Jens Kretschmer vor den Bürgermeistern der WZV-Gemeinden. Mit einem Blick in die Zukunft möchte er vor allem das Wir-Gefühl der Gemeinden stärken. „Wir haben uns in der Vergangenheit zu sehr auf die Abfallwirtschaft konzentriert. Die Gemeinden müssen in uns viel mehr ihren Dienstleister sehen.“

Innenminister Andreas Breitner (SPD) zeigte sich von der Masse der versammelten Bürgermeister des Kreises Segeberg in der Verbandsversammlung beeindruckt. „Wir fördern Kooperationen. Der WZV ist ein wunderbares Beispiel, wie es funktioniert“, so Breitner. So könnten kommunale Herausforderungen gemeistert werden. Vor allem die Breitbandversorgung kam beim Minister an: „Was sie vorhaben, ist gut.

Man muss es noch bekannter machen.

Die Reform des Finanzausgleichs dagegen sei schon lange überfällig. „500 000 Euro Zonenrandförderung für Lauenburg, und das 20 Jahre nach der Wende, das kann man niemandem mehr klar machen“, so Breitner, der sich selbst als Partner der Kommunen bezeichnete. Aber er musste sich auch Kritik anhören. „Die Landesstraßen 60 und 61 sind in einem Zustand, den ich nur noch von früher aus dem Osten kennen“, sagte etwa Seedorfs Alt-Bürgermeister Horst Schramm. Dass kein Geld da sei, um die Infrastruktur erhalten zu können, sei beschämend.

1,2 Milliarden Euro würden jedes Jahr an die Kommunen verteilt, wobei sich viele Aufgaben verlagert hätten. „Durch die Reform soll die Verteilung gerechter, transparenter und besser werden“, so der Innenminister. Unterm Strich sollen die Kommunen mehr Geld bekommen, die Kreise weniger, was Landrätin Jutta Hartwieg (SPD) gar nicht erfreute, schließlich würden gerade die Kosten der Jugendhilfe explodieren. Sie schnappte sich den Minister zu einem Vier-Augen-Gespräch und lächelte, als sie vor die Versammlung trat: „Es gibt noch keine aufgabenorientierte Darstellung. Deshalb habe ich den Minister in mein Büro zu einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden eingeladen.“

WZV rüstet sich mit Schneefräse für den Winter
Auf dem Zukunftstag 2013 zeigte der WZV nach der Verbandsversammlung die ganze Bandbreite seiner Dienstleistungsangebote und Maschinen. Als Vorführmodell gehörte eine Schneefräse dazu, mit der sich der WZV für den nächsten Winter rüsten möchte. 25 000 bis 30 000 Euro kostet ein solches Gerät, das 2,4 Meter breit ist und 15 Kubikmeter Schnee in nur zwei Minuten erledigt.

Dieser kann bis zu zwölf Meter weit in den Straßengraben geworfen werden. pd

Petra Dreu

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