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Weißes Dinner im Grünen

Bad Segeberg Weißes Dinner im Grünen

Mit einem Dinner ganz in Weiß am Sonnabend von 17 bis 22 Uhr wollen Petra Herrnbrodt-Schiefke und Karin Willumeit dem Schöpfungsgarten in Bad Segeberg zu neuer Aufmerksamkeit verhelfen.

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Karin Willumeit (l.) und Petra Herrnbrodt-Schiefke wollen dem Schöpfungsgarten zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

Quelle: Fotos: Dreu

Bad Segeberg.  Zu Sonnabend laden sie von 17 bis 22 Uhr in die grüne Oase am Winklersgang (hinter dem Marienkindergarten) zu einem gemeinsamen Essen ein. Die Segeberger sind aufgefordert, das weiße Kleid oder die weiße Hose aus dem Schrank zu holen, die weiße Tischdecke sowie Tisch, Stühle, Teller, Gläser und etwas zu Essen einzupacken, um mit bekannten oder auch wildfremden Menschen gemeinsam zu schlemmen.

LN-Bild

Ein trendiges Massenpicknick soll den Schöpfungsgarten wieder ins Blickfeld der Segeberger rücken.

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„Der Schöpfungsgarten ist so schön. Ihn wollen wir ein bisschen mehr ins Zentrum der Öffentlichkeit rücken“, sagt Petra Herrnbrodt-Schiefke, für die es Jammerschade ist, dass so wenige Menschen wissen, wo dieses Kleinod überhaupt zu finden ist. Der Schöpfungsgarten ist öffentlich. Jeder, der sich inmitten eines Blumenmeers ausruhen möchte, darf das. Das Grundstück selbst gehört der Kirchengemeinde, die Stadt finanziert den Garten mit.

Der Garten, der derzeit in allen Farben erblüht, grenzt an den hinteren Bereich des evangelischen Kindergartens. Zu erreichen ist er über einen Sandweg von der Backofenwiese aus oder aber über die Straße Winklersgang. Hinter den Parkplätzen geht links ein Sandweg ab, der direkt zum Schöpfungsgarten führt.

„Eigentlich sollte das einmal ein Generationsgarten werden. Die Kindergartenkinder sollten hier Gemüse anbauen und ernten, ältere Anwohner sollten Tipps geben. So wollte man die Generationen zusammenbringen“, kann sich Petra Herrnbrodt-Schiefke noch gut an die Anfänge erinnern. „Anfangs hat es auch geklappt. Doch immer wieder gab es Vandalismus“, weiß die Therapeutin und Initiatorin des Vereins „Dose“, die gerne mit Patienten den Schöpfungsgarten aufsucht. Einen weiteren Versuch, den Schöpfungsgarten zu beleben, hatte eine Facebook-Gruppe unter dem Namen „Bad Segeberg lebt“

unternommen. 20 bis 30 Segeberger haben sich regelmäßig im Schöpfungsgarten getroffen, doch auch das schlief irgendwann ein.

Vor einem Jahr wurde der nach wie vor öffentliche Garten wieder auf Vordermann gebracht. Seitdem hat bereits eine Lesung dort stattgefunden, es wurde gegrillt und geklönt. „Hier gibt es so viele Möglichkeiten“, sagt Karin Willumeit, die sich wünscht, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund den Garten für sich entdecken. Das „White Dinner“ am Sonnabend ist eine erste Gelegenheit zur Kontaktaufnahme.

Übrigens: Im Sommer 1988 entstand diese Dinner-Form als eine Notlösung, weil eine Gartenparty des Franzosen Francois Pasquier aus allen Nähten platzte. Kurzerhand verlegte er seine Party in den nahegelegenen Bois de Boulogne. Von dort aus eroberten die „White Dinner“ als Massenpicknicks die ganze Welt.

Fast jeden Tag in die grüne Oase

Gundula (80) und Uve (83) Cornelssen wohnen erst seit einem Jahr in Bad Segeberg. Als sie sich aufmachten, die Stadt zu entdecken, führte sie ein Weg zum Schöpfungsgarten, den sie vom ersten Anblick an in ihr Herz geschlossen und quasi „adoptiert“ haben. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem sie nicht mit Blumenschere und kleiner Harke ausgestattet diese grüne Oase zwischen Winklersgang und Backofenwiese aufsuchen. Sie geben den Blumen, die gerade in allen Farben blühen, frisches Wasser, sorgen dafür, dass die grüne Pracht idyllisch bleibt.

Im Schöpfungsgarten kommen sie ab und zu auch mit jungen Leute ins Gespräch, die besonders nach Schulschluss dort anzutreffen sind. Nicht alle hielten sich an die „Gartenordnung“, die gut sichtbar am Eingangstor ausgehängt ist. „Alkohol ist hier eigentlich verboten“, sagt Uve Cornelssen, der Verständnis für die Jugendlichen hat, die an dem Garten besonders lieben, dass er kaum einsehbar ist. Manche von ihnen seien sehr nett und höflich. Und wenn sie ihren Müll nicht liegen lassen, sondern am Eingang in den Müllbehälter werfen, ist für das Ehepaar die Welt in Ordnung.

pd

 Petra Dreu

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