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Segeberg Weiterbau der A 20: Geld steht bereit, aber Zeitpunkt ungewiss
Lokales Segeberg Weiterbau der A 20: Geld steht bereit, aber Zeitpunkt ungewiss
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12:28 08.08.2016
Die Autobahn 20 endet im Osten Bad Segebergs. Wann hier weitergebaut wird, ist gegenwärtig völlig unklar. Quelle: Neelsen

Nur eines ist gewiss: „Mit einem Weiterbau dieses Abschnittes kann in der laufenden Legislaturperiode nicht gerechnet werden“, sagt Harald Haase, Sprecher des Kieler Verkehrsministeriums auf LN-Anfrage.

Im November 2013 hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das bereits abgeschlossene Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt verworfen – in erster Linie, weil die Flugrouten der Fledermäuse nicht ausreichend untersucht worden seien. Erfolgreich geklagt hatten der Nabu, aber auch die Gemeinde Klein Gladebrügge.

Nach diesem Urteil seien zusätzliche Untersuchungen in Bezug auf Fledermäuse und Haselmäuse erforderlich gewesen, so Haase. „Die Erfassungen sind abgeschlossen. Derzeit werden die Daten gutachterlich aufbereitet“, erklärte der Sprecher des Ministeriums. Die bereits im Planfeststellungsverfahren genannten Schutzmaßnahmen würden jetzt dahingehend überprüft, ob zusätzlich Maßnahmen erforderlich seien, bereits vorgesehene entfallen könnten oder das Schutzkonzept in Gänze bestätigt werde.

Sobald die Gutachten fertiggestellt sind, seien diese „nach derzeitigem Kenntnisstand“ öffentlich auszulegen. Nach Ablauf der Frist würden die eingegangenen Einwendungen ausgewertet. Die Durchführung eines Erörterungstermins liege ebenso wie die abschließende Entscheidung darüber, ob eine öffentlichen Auslegung erforderlich sei, im Ermessen der Anhörungsbehörde, so Haase, der zugleich betont:

„Von Seiten des Verkehrsministeriums wird generell großes Augenmerk auf eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit gelegt. Sofern die Auswertung der Einwendungen einen nachfolgenden Diskussions- beziehungsweise Erörterungsbedarf ergibt, wird diesem daher angemessen begegnet werden.“

Eine konkrete Zeitschiene für das Verfahren kann das Kieler Verkehrsministerium derzeit allerdings nicht benennen. Das hänge vom Ergebnis der Überprüfung der bereits vorgesehenen Schutzmaßnahmen ab.

Und es hängt fraglos davon ab, ob es weitere Klagen gegen den sogenannten Planfeststellungsergänzungsbeschluss gibt. Nach der unzureichenden Berücksichtigung der Fledermausrouten im ersten Anlauf wollen die Planer sich jetzt keine weiteren Fehler leisten: „Insbesondere mit den anerkannten Naturschutzverbänden sind prozessbegleitende Gespräche vorgesehen, um frühzeitig das insgesamt verfügbare Expertenwissen zu bündeln und konsensuale Lösungen zu eruieren“, sagt Haase.

 hol

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