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Segeberg Weltbekannter Kleber made in Segeberg
Lokales Segeberg Weltbekannter Kleber made in Segeberg
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20:22 28.01.2016

Große Begeisterung herrschte gestern an der neuen Hugo-Kirchberg-Straße 1 in Norderstedt.

Hier an der südlichen Stadtgrenze zu Hamburg in Sichtweite des Flughafens Fuhlsbüttel hat der Weltkonzern Tesa SE für 160 Millionen Euro sein neues Hauptquartier mit Technologiezentrum, Verwaltung und Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf einem neun Hektar großen Areal gebaut und die Adresse nach dem Erfinder des Tesa-Streifens Kirchberg und der Namensgeberin Elsa Tesmer benannt. Gestern wurde der sechs- bis siebengeschossige Komplex mit seinen 65000 Quadratmetern vom scheidenden Vorstandschef Thomas Schlegel und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig eingeweiht, in das die 850 Mitarbeiter des Klebemittelherstellers Ende Dezember von ihrem bisherigen Standort in Hamburg-Eimsbüttel nach drei Jahren Bauzeit eingezogen sind.

„Norderstedt ist stolz, einen solchen dicken Fisch an Land gezogen zu haben“, freute sich Norderstedts Oberbürgermeister Hans- Joachim Grote über diese Firmenansiedlung, die bei dem hochprofitablen Milliarden-Konzern (2014 waren es 180 Millionen Euro Gewinn bei 1,1 Milliarden Euro Umsatz) nach Abschreibung der Investitionen Gewerbesteuereinnahmen im zweistelligen Millionenbereich verspricht.

Ministerpräsident Albig sagte in seiner Ansprache: „Es ist eine Auszeichnung für unser Land, ein Unternehmen mit einem solchen Promifaktor, einen Weltmarktführer nach Schleswig-Holstein gelockt zu haben.“ Wie die Nivea-Creme oder das Tempo-Taschentuch sei der Begriff Tesa heute Synonym für Klebestreifen, mit denen auch er immer seine Geschenke einpacke. „Und jetzt kann ich sagen: ‚Ich klebe mit Schleswig-Holstein-Produkten!‘ Wie wundervoll ist das denn“, rief Albig begeistert vor den etwa 200 geladenen Gästen, zahlreichen Medienvertretern und den Mitarbeitern, die zu Hunderten auf den Fluren und offenen Treppenhäusern die offizielle Einweihungsfeier verfolgten.

Schon als er „das großartige Gebäude“ betrat, das aussehe „wie eine veritable Universität“, habe er den Geist des Unternehmens gespürt, sagte Albig. „Man merkt sofort, auch an der großzügigen Architektur, dass es sich hier um ein hochmodernes und innovatives Unternehmen handelt.“ Da er erfahren habe, dass auch sein Smartphone mit zahlreichen Klebestreifen aus dem Hause Tesa zusammengehalten werde, sei es wohl nur eine Frage der Zeit, wann hier das nächste Handy entwickelt werde. Als Gastgeschenk brachte Albig die Zusage der Landesregierung mit, dass das Land sich mit zwei Millionen Euro an der Entwicklung eines neuen Hochleistungsklebers beteiligen werde.

Albig: „Das sichert weitere 70 Arbeitsplätze.“

Das Argument der bald 1000 Arbeitsplätze des dann wohl drittgrößten Unternehmens nach dem Medizintechnik-Unternehmen Johnson und Johnson und dem Gabelstaplerhersteller Jungheinrich in seiner Stadt war auch die Kernaussage von Grote. Neben den hoffentlich bald auch kräftig sprudelnden Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer, was die Politiker vor allem überzeugt hätte, seien es die vielen Arbeitsplätze, die diese größte Firmenansiedlung in seiner 18-jährigen Amtszeit so attraktiv mache, sagte Grote. Und vielleicht sei Norderstedt ja auch für den einen oder anderen Tesa-Mitarbeiter und seine Familie nicht nur als Arbeits-, sondern bald auch als Wohnort interessant, warb Grote in die große Runde und erntete ein kleines Raunen unter der Belegschaft. „Der Jungfernstieg und die Hamburger Innenstadt ist nur eine halbe Stunde mit der U-Bahn entfernt.“ Anschließend vollzogen Albig und Grote mit Vorstandschef Schlegel und Aufsichtsratschef Ulrich Schmidt als symbolischen Akt, indem sie das letzte Teilstück des Gebäudekomplexes an die Wand hefteten, mit Klebstoff, versteht sich.

Burkhard Fuchs

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