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Segeberg Wenn St. Marien nach Rose duftet
Lokales Segeberg Wenn St. Marien nach Rose duftet
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21:17 17.12.2015
Werben für das duftende Neujahrskonzert: v.l. Anne Friedemann, Hartmut Krüger, Claudia Hensel, Andreas Maurer-Büntjen, Jochen Dähn.

Erst würfeln, dann schnuppern: Zum Neujahrskonzert in der Bad Segeberger Marienkirche (Freitag, 1. Januar, 19 Uhr) haben sich die „kreativen Köpfe“ des neugegründeten Orgelbauvereins „Orgel für St. Marien“ etwas Besonders einfallen lassen. Bereits das Ankommen ist ungewöhnlich: Um den Eintrittspreis wird gewürfelt. Jeder erwachsene Besucher bekommt zwei Würfel; die Augenzahl addiert ergibt den Eintrittspreis. Von zwei bis elf Euro ist alles möglich, denn der Sechserpasch bedeutet freien Eintritt. Kinder haben nur einen Würfel.

„Es geht uns nicht nur ums Geld. Wir verstehen das Ganze als Spiel“, erklärt Kirchenmusiker Andreas J. Maurer-Büntjen die unkonventionellen Ideen, die die achtköpfige Kreativgruppe erarbeitet hat.

Man wolle die Zeit bis zum Orgelbaubeginn als Rüstzeit nutzen, um weitere Kontakte zu knüpfen, auf das Projekt aufmerksam zu machen und mehr Menschen für die Orgel zu begeistern. „Wir stellen nicht das Weihevolle der Orgel in den Vordergrund, sondern wollen zeigen, wie interessant und vielseitig sie ist. Sie ist nicht umsonst die Königin unter den Musikinstrumenten“, betont Hartmut Krüger vom Orgelbauverein und hofft, dass das Konzert viele Neugierige in die Kirche lockt.

Denn das Besondere am Neujahrskonzert ist die Kombination von Duft und Musik. Es geht um Klang-Duft-Paarungen, ein Spiel mit den Sinnen. „Wir wollen mehrere Sinne ansprechen“, sagt Jochen Dähn und verrät, dass die Kreativgruppe schon aufgeregt sei. Bei zahlreichen Besuchern hätten sie viel zu laufen. Denn während Maurer-Büntjen zum Beispiel den Walzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauss an der Orgel spielen wird, werden Mitglieder der Kreativgruppe Pfeifenputzer mit Rosenöl beträufeln und durch die Kirchenbänke reichen. „Wir hatten anfangs die Düfte mit Saunatüchern verteilt, doch waren die Aromen zu lange in der Luft und haben sich überlagert. Das war nicht gut“, erklärt Krüger.

Tanne wird dagegen bei der Ouvertüre zu Webers Freischütz zu riechen sein. Auch Kaffee, Lavendel und Weihrauch sind geplant. Stand bei der Zusammenstellung des Programms zuerst das Musikstück fest, zu dem dann der Duft gesucht wurde, hat Maurer-Büntjen das Abschlussstück andersherum ausgesucht. „Es ist die Egoiste-Werbung mit den fensterklappenden Frauen, das passt als Knalleffekt zum Ende“, so der Organist.

Und wie es sich für ein Neujahrskonzert gehört, gibt es für jeden Besucher auch ein Glas Sekt zum Anstoßen: auf ein tolles Jahr mit vielen kreativen Ideen und verrückten Konzerten, die es nur in Bad Segeberg gibt.

Ungewöhnliche Ideen
Rund eine Million Euro sind für den Neubau der Orgel nötig. Deshalb sind weitere besondere Konzerte geplant. So wird es am 1. Mai ein Konzert zum Thema „Fernweh“ geben. Es erklingen Lieder und Musik zu „Fernweh — Heimat und dort wo ich bin“.



Der Eintrittspreis dieses Konzertes ermittelt sich aus den letzten drei Ziffern der Postleitzahl, wo sich der Besucher „heimisch“ fühlt. Ein Bad Segeberger zahlt demnach also 7,95 Euro Eintritt. Auch Orgelpfeifenpatenschaften werden angeboten. Von 300 bis 5000 Euro ist man dabei; www.orgel-segeberg.de sd

Silvie Domann

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