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Segeberg Wenn der Schulbus einfach nicht hält
Lokales Segeberg Wenn der Schulbus einfach nicht hält
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18:23 17.09.2016
Die Schülerbeförderung begann für die Garbeker Schüler nach den Ferien mit Startschwierigkeiten. Gleich mehrmals fuhren die Busse von „Mit- Reisen“ an den 25 bis 30 Fahrschülern vorbei. Am Freitag war den Busfahrern offenbar nicht bekannt, wer zum Schul-ZOB fahren sollte. Quelle: hfr

Zwei Schulbusse der Linie 7700 fahren morgens im Abstand von wenigen Minuten durch Garbek, um die Schüler entweder zum Schulzentrum oder aber zum Zentralen Omnibusbahnhof in die Stadtmitte zu bringen. Dementsprechend sind die Kinder, die zum Schulzentrum müssen, angehalten, den ersten Bus zu nehmen, die Schüler der Dahlmannschule oder der Gemeinschaftsschule am Seminarweg steigen in den zweiten Bus ein. Vor den Ferien hat dieses eingespielte Ritual auch gut geklappt. Die Busse kamen pünktlich und alle Schüler kamen wohlbehalten ans Ziel. Danach jedoch klappte nichts mehr.

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Die Schülerbeförderung begann für die Garbeker Schüler nach den Ferien mit Startschwierigkeiten. Gleich mehrmals fuhren die Busse von „Mit- Reisen“ an den 25 bis 30 Fahrschülern vorbei. Am Freitag war den Busfahrern offenbar nicht bekannt, wer zum Schul-ZOB fahren sollte.

„Vergangenen Dienstag hat der Bus nur einen Teil der Kinder mitgenommen und ist dann weitergefahren, obwohl noch mehr Schüler einsteigen wollten", sagt Almut Wardin, deren Tochter Antonia die Tür vor der Nase zugemacht wurde. Die bereits eingestiegenen Schüler hätten sich noch nicht im Bus verteilt, sondern dichtgedrängt am Eingang gestanden. Die Schülerin hatte gedacht, dass die Busfahrerin deshalb die hintere Tür öffnet, doch dem war nicht so. „Sie fuhr einfach los und ließ meine Tochter stehen", erzählt sie.

Über das Verhalten der Busfahrerin wunderte sich auch die Schülerin Raja Lehmkuhl (18), die bereits in Seekamp in den Schulbus steigt und darauf wartete, dass ihre Klassenkameradin Antonia in Garbek ebenfalls zusteigt. „Sie wurde einfach stehen gelassen. Dabei war noch Platz im Bus. Die anderen Haltestellen hat die Busfahrerin ja auch wieder ganz normal angefahren und alle sind mitgekommen. Nur eben Antonia nicht", bestätigte die Schülerin.

Der Mittwoch- und der Donnerstagmorgen verliefen auch nicht besser, denn an beiden Tagen fuhr der halbvolle Schulbus zum Schulzentrum gänzlich an den 25 bis 30 Garbeker Fahrschülern vorbei. Der zweite Bus hatte sich am Donnerstag zudem so sehr verspätet, dass einige Kinder bereits nach Hause gegangen waren. „Die Eltern waren natürlich alle nicht begeistert, vor allem, weil derzeit ja auch noch die Ortsdurchfahrt Klein Rönnau gesperrt ist. Aber ihnen blieb nichts anderes übrig, als die Kinder selbst zur Schule zu bringten", so Almut Wardin.

Am Freitag setzte sich das Dilemma fort. Zwar hielten beide Busse, doch offenbar hatten beide Busfahrer die Order zum ZOB in die Stadtmitte zu fahren. Erst vor Ort klärte sich auf, dass einer der beiden Busse zum Schulzentrum weiterfahren sollte.

Wie Almut Wardin von anderen Eltern erfahren hat, haben sich viele von ihnen telefonisch bei der Servicestelle der Autokraft in Hannover beschwert, die bei der Schülerbeförderung auf den betreffenden Strecken von Mit-Reisen (ehemals Mietrach) unterstützt wird. Boerge Lumma, Leiter für die Angebotsplanung bei Autokraft, bedauert die Schwierigkeiten und nahm sogleich Kontakt zum Partnerunternehmen auf. „Es hat ein paar Anfangsschwierigkeiten gegeben. Neues Personal ist eingestellt worden, für das der Ablauf neu war. Außerdem haben Baustellen auf der Strecke zu Verzögerungen geführt“, klärt der Autokraft-Mitarbeiter auf. Er geht davon aus, dass in Zukunft wieder alles klappt und dass die Garbeker Kinder pünktlich zum Unterricht kommen.

Petra Dreu

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