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Segeberg Westerrade: 650 Heringe und Matjes verkauft
Lokales Segeberg Westerrade: 650 Heringe und Matjes verkauft
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23:12 19.09.2016
Otto Rohweder aus Rohlstorf kann es gar nicht erwarten, dass ihm Klaus Mecke (rechts) gebratenen Hering auf den Teller legt. Quelle: Fotos: Dreu

Die Heringstage des Kulturvereins Westerrade und Umgebung sind ein Phänomen: Egal, ob es regnet oder die Sonne scheint, die Leckermäuler kommen von überall her und stehen Schlange, um wenigstens einen frisch gebratenen Hering zu ergattern. Dass die Köstlichkeiten nicht komplett verkauft werden, ist eine absolute Seltenheit. Am Sonntag konnten die Vereinsmitglieder abermals „ausverkauft“ melden. Bis 14 Uhr waren 200 Bratheringe, 150 grüne Heringe, 150 gebratene, eingelegte Heringe und 150 eingelegte Matjes über die Theke gegangen. Das war jedoch noch längst nicht alles, denn die fleißigen Helfer bewirteten ihr treues Publikum auf dem Hof Pritschau zudem mit Bratkartoffeln, Kaffee und Kuchen, sowie frittierten Apfelringen und kühlen Getränken.

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Kulturverein Westerrade und Umgebung hatte zum Heringstag eingeladen – Die Gäste standen Schlange.

„Ist das nicht herrlich?“, freute sich Museumsleiter Dieter Harfst, der immer wieder zwischen dem Heimatmuseum und den Gästen auf dem Hof hin- und herpendelte, die nicht nur mit Genuss aßen, sondern auch angeregt miteinander klönten.

Die weiteste Anreise hatte sicherlich Peter Schulz (76), der mit seiner Frau Maria (79) aus Bremen gekommen war. Die frisch gebratenen Heringe sind für den Mann, der sich sogar ein Herings-Shirt zugelegt hat, jedoch nicht der einzige Beweggrund für die Reise. Vielmehr ist er in Westerrade und Umgebung auf den Spuren der eigenen Vergangenheit. „Ich arbeite an einem Fotobuch von 1899 bis jetzt“, erzählt der Bremer, der gerne mehr über die Geschichte seines Urgroßvaters erfahren würde.

„Er war Landvogt beim Grafen Rantzau. In Steinrade hat er auf der Hufe gewohnt“, erzählt Peter Schulz. Dass die Häuser um das Haupthaus in Steinrade in den 50er Jahren abgerissen wurden, hat er inzwischen in Erfahrung gebracht. Akribisch, wie er ist, möchte er in seinem Buch jedoch auch das Jahr aufführen, in dem das Haupthaus gebaut worden ist. Sämtliche Versuche waren bislang jedoch erfolglos. Wer ihm weiterhelfen kann, wird gebeten, sich unter redaktion.segeberg@ln-luebeck.de zu melden.

 pd

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