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Segeberg Westerrader genervt von zunehmender Zerstörungswut
Lokales Segeberg Westerrader genervt von zunehmender Zerstörungswut
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21:59 16.12.2017
Bürgermeisterin Silke Behrens reicht es: Zwei große Löcher klaffen im Dach des Buswartehäuschens in Westerrade.
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Westerrade

Westerrades Bürgermeisterin Silke Behrens ist sauer: Einen Info-Brief an die Einwohner hat sie bereits herausgegeben, und auch in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Mittwoch hat sie noch einmal angesprochen, was sich seit mehreren Monaten in der Gemeinde ereignet: „Immer wieder werden Sachen zerstört, die wir für teures Geld wieder reparieren müssen“, sagt die Bürgermeisterin.

Kaputte Dachpfannen sind der Gemeinde vom Buswartehäuschen am Feuerwehrhaus geblieben. Quelle: Fotos: Pd

Zuerst war es die Bank am Spielplatz: Unbekannte hatten die gesamte Rückenlehne abgerissen. Der Mülleimer an der Bushaltestelle wurde schon des Öfteren eingetreten. „Joachim Nier, der den Abfall dort regelmäßig einsammelt, biegt ihn zwar wieder zurecht, aber man fragt sich, was das nur soll. Schließlich sind es Ehrenamtler, die versuchen, es für alle hübsch zu machen“, ärgert sich Silke Behrens.

Erst vor wenigen Tagen haben Unbekannte Steine aus der Pflasterung am Buswartehäuschen ausgebuddelt und damit große Löcher in das Dach geschlagen. Die zerbrochenen Dachziegel liegen in vielen Einzelteilen darunter.

Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde die Plexiglasscheiben des Buswartehäuschens erneuern lassen, weil diese so sehr mit Graffiti bemalt waren. „Es hat keine sechs Wochen gedauert, bis alles wieder genauso beschmiert war wie zuvor. Wer so etwas macht, der verliert wahrscheinlich gar keinen Gedanken daran, wie teuer eine Reparatur ist“, empört sich die Bürgermeisterin.

Die Zerstörungswut haben auch die Kinder des Wandkindergartens im Klingenbrook zu spüren bekommen. Gleich mehrmals haben Unbekannte ihre „Bauwerke“ zerstört. Eltern, Erzieherinnen und natürlich vor allem die Kinder waren entsetzt, als sie ein Schlachtfeld in ihrem Terrain vorfanden. Tränen flossen reichlich. Im Schaufenster des Einkaufsladens von Heino Goerke hängt bereits ein „Fahndungsplakat“, mit dem der Waldkindergarten nach den „Randalierern“ sucht und auf Hinweise aus der Bevölkerung hofft.

Noch einen Schritt weiter gingen unbekannte Randalierer am Sportplatz. Aus dem Geräteschuppen entwendeten sie einen Kanister Benzin, der dort zum Betanken des Rasenmähers aufbewahrt wurde. „Das Benzin hatten sie an mehreren Stellen ausgekippt und gezündelt. An der Bande und an mehreren weiteren Stellen am Sportplatz waren deutliche Spuren zu sehen. Platzwart Hartmut Schley hat den Vorfall der Polizei angezeigt. Diese ist auch sofort gekommen und hat Ermittlungen aufgenommen“, weiß Silke Behrens. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass die Täter aus Westerrade selbst kommen. „Das sind Jugendliche mit Hormoneinschuss. Die wissen offenbar nicht, wie sie ihre Energie sonst einsetzen könnten“, mutmaßt sie und hofft, dass Eltern auf ihre Sprösslinge einwirken.

 Von Petra Dreu

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