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Widerstand im WZV gegen atomare Bauschutt-Entsorgung

Bad Segeberg/Tarbek Widerstand im WZV gegen atomare Bauschutt-Entsorgung

In der Verbandsversammlung appellierte Tarbeks Bürgermeister, keine vorschnelle Abnahmeverpflichtung für Bauschutt aus abgebauten Kernkraftanlagen abzugeben. Die Abstimmung wurde auf nächste Sitzung verschoben.

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In der Deponie Damsdorf/Tensfeld sollen Teile des Bauschutts der AKW Brunsbüttel und Krümmel abgelagert werden.

Quelle: Fotos: Dreu (1), Hfr

Bad Segeberg/Tarbek. Bei Atomkraft und auch bei Bauschutt aus abgebauten Kernkraftanlagen hört der Spaß auf – vor allem dann, wenn solches Material in unmittelbarer Nähe auf der Mülldeponie Damsdorf/Tensfeld gelagert werden soll. In der Verbandsversammlung des Wege Zweckverbandes (WZV) hielt Tarbeks Bürgermeister Jörn Saggau eine flammende Rede, die mit der eindringlichen Bitte an Verbandsvorsteher Jens Kretschmer endete, keine vorschnellen Zugeständnisse für die Lagerung atomaren Bauschutts zu machen.

LN-Bild

In der Verbandsversammlung appellierte Tarbeks Bürgermeister, keine vorschnelle Abnahmeverpflichtung abzugeben – Abstimmung auf nächste Sitzung verschoben.

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Wie sechs weitere Deponien in Schleswig-Holstein soll die Deponie Damsdorf/Tensfeld Teile der 35 000 Tonnen Bauschutt aus den abzubauenden Kernkraftwerken Brunsbüttel, Krümmel und aus dem Forschungsreaktor Geesthacht aufnehmen. Erst am 16. Juni waren gut 200 Bürger zu einer Informationsveranstaltung ins Dörphus von Damsdorf zusammengekommen. Mit ihrem Vortrag „Stilllegung und Entsorgung kerntechnischer Anlagen in Schleswig-Holstein“ hatten die Fachleute des Landes, Uwe Meyer (Abfallwirtschaft), Dr. Jürgen Müller (Physiker) und Dr. Oliver Karschnik (Referatsleiter der 40 Mitglieder fassenden Strahlenschutzabteilung), die Bürger darüber informiert, was auf sie zukommen könnte. Den Aussagen, dass die Strahlung des Bauschutts zu vernachlässigen sei, mochten die Einwohner wie auch Tarbeks Bürgermeister Jörn Saggau keinen Glauben schenken.

„So ungefährlich ist das Zeug nicht“, sagte Jörn Saggau, der sich mit seiner Aussage auf Forderungen des BUND stützt, der eine Absenkung des höchstzulässigen Wertes auf ein statt zehn Mikrosievert Strahlung pro Jahr verlangt hatte. Außerdem bestehe keine Abnahmepflicht, so der Tarbeker, der deshalb eindringlichen an den WZV appellierte, keine vorschnellen Verpflichtungen für die Abnahme des atomaren Bauschutts einzugehen. Die von Saggau beantragte Abstimmung über die Deponierung des umstrittenen Bauschutts musste aus formalen Gründen jedoch in die nächste Verbandsversammlung vertagt werden.

Der Forderung der Verbandsbürgermeister, bis zur nächsten Versammlung keine diesbezüglichen Verpflichtungen einzugehen, ist für den Verbandsvorsteher Kretschmer selbstverständlich. „Ich werde einen Teufel tun, nach einer solchen Diskussion irgendwas zu unterschreiben.“ Er geht davon aus, dass noch Wochen und Monate vergehen, bis das Land eine umsetzbare Lösung gefunden hätte.

An die Zustimmung der Gemeinden für die Deponierung des Bauschutts ist das Land nicht gebunden. Zur Not könnte die Einlagerung auch per „Mitbenutzungsanordnung“ vom Ministerium angeordnet werden.

Nach den Sommerferien soll nun eine weitere Infoveranstaltung auf der Deponie in Damsdorf stattfinden, bei der sich auch die Bürgermeister der nicht direkt betroffenen Verbandsgemeinden ein Bild machen sollen.

 Petra Dreu

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