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Segeberg Wieder Hoffnung für den Marktreff
Lokales Segeberg Wieder Hoffnung für den Marktreff
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10:30 22.06.2017
Carsten Lange hatte den alten Gasthof bereits erworben – doch der Kauf wird nun rückgängig gemacht. *FOTO: WGL
Wittenborn

Studt’s Gasthof als Dorfmittelpunkt mit Gaststätte, Markttreff, barrierefreiem Wohnen und vielleicht sogar einer Tagespflege – so hatten sich die Gemeindevertreter sowie die Investoren Carsten und Stefan Lange, die das Anwesen Studt’s Gasthof im Herbst 2015 gekauft hatten, das Projekt „Dorfzentrum mit Nahversorgung“ vorgestellt. Unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde sollte ein Markttreff in den Räumen der Gaststätte eingerichtet und ein Gasthof in der Remise betrieben werden. Das gemeinsame Projekt wurde ein Jahr später gestoppt. Unter anderem weil nicht sicher war, ob ein Förderantrag für den Markttreff von Investor und Gemeinde möglich gewesen wäre.

Da sich viele Einwohner weiterhin eine Nahversorgung wünschen, haben sich die Gemeindevertreter weiterhin Gedanken um einen Markttreff gemacht und nun folgende Lösung gefunden: Die Gemeinde kauft Studt‘s Gasthof und gibt eine vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) geforderte Machbarkeitsstudie für den Markttreff in Auftrag.

Während die Auftragsvergabe der Studie im öffentlichen Teil erörtert wurde (sie wird etwa 23000 Euro kosten, bis zu 75 Prozent sind förderfähig und von EMM in Westensee ausgeführt), wurde der Kauf des Gasthofs im nicht öffentlichen Teil diskutiert.

Drei Standbeine soll der Markttreff haben: das Gebäude als Mittelpunkt des dörflichen Lebens, Verkauf von regionalen Produkten sowie Gastronomie mit Übernachtungsmöglichkeiten.

„Als Gemeinde haben wir die Chance auf Fördergelder für einen Markttreff“, sagte Bürgermeister Thorsten Lange gegenüber den LN. Diese Chance wolle die Gemeinde unbedingt nutzen. So warte man gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Das Gebäude soll aufgehübscht und anschließend vermietet beziehungsweise verpachtet werden. Um Gebühren zu sparen, werde der Kauf für den Gasthof an das Investorenduo rückgängig gemacht. Die Gemeinde werde das Gebäude samt Garten nun wieder vom ursprünglichen Eigentümer, Erich Wolgast, kaufen.

Erweiterung des Kindergartens Waldmäuse: Derzeit hat der Kindergarten eine Elementar- und eine Krippengruppe. Beide Gruppen reichen nicht aus, um Wittenborner Kinder zu betreuen, sodass eine weitere Gruppe, eine Familiengruppe, aufgemacht werden soll. Doch dafür ist ein Anbau nötig, der nun in Angriff genommen wird. Kommende Woche wird mit den Erdarbeiten begonnen.

Die zusätzlichen Räume werden in Richtung Kükelser Weg errichtet. Die Baukosten betragen 227000 Euro. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2018 gerechnet.

Bauarbeiten Kükelser Weg: Mit der Asphaltierung des Kükelser Weges wird Ende Juli begonnen. Etwa 500 bis 600 Meter müssen saniert werden, der Anteil der Gemeinde beträgt etwa 60000 Euro.

 Silvie Domann

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