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Segeberg Wieder mal verschoben: Marktplatzsanierung erst 2018
Lokales Segeberg Wieder mal verschoben: Marktplatzsanierung erst 2018
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20:12 11.10.2017
„Stolperpiste“ passt besser als Marktplatz. Die Sanierung ist Dauerthema. Doch auch dieses Jahr wird es nichts mit der Erneuerung. Quelle: Foto: Hiltrop
Wahlstedt

Sind es schlicht überhöhte Kosten, oder steckt irgendwo einen Rechenfehler, den niemand aus Verwaltung oder Politik gefunden hat? Fest steht: Auch nach Jahren, in denen die Sanierung des Marktplatzes auf der Agenda Wahlstedts steht, wird sich am Zustand der holprigen Stolperpiste nichts ändern.

Das war wohl nichts: In diesem Jahr sollte die unendliche Geschichte um Wahlstedts Marktplatzsanierung ein Happy End erfahren. Jetzt wurde die Ausschreibung aufgehoben. Auch das günstigste Angebot überschreitet die von der Verwaltung veranschlagten Kosten um Zigtausende.

100 000 Euro stehen im Haushalt für die Sanierung und barrierefreie Gestaltung der Marktplatzfläche bereit. Dass das für die gesamte Erneuerung nicht ausreichen würde, war sowohl der Verwaltung als auch der Politik von Anfang an klar. Es sollte auch nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Herzen der Stadt sein, bei dem auf 2200 Quadratmetern die Oberfläche erneuert und Leerrohre für Leitungen verlegt werden sollten. Doch nicht einmal dafür reicht es, wie die Ausschreibung nun gezeigt hat. Das günstigste Angebot liegt bei 253000 Euro, das höchste bei 344000 Euro. Zu allem Überfluss wollen die Lieferanten laut Bauamt plötzlich 11000 Euro mehr für das ausgewählte Pflaster. Man könne die Kostenüberschreitung jedoch durch Erlöse aus Grundstücksverkäufen abdecken, wiegelt die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage zugunsten des günstigsten Angebots ab.

Acht Firmen waren aufgefordert, ein Angebot abzugeben, das noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollte, eines war durch Formfehler ungültig. Zwei Unternehmen winkten ab, die anderen lockten mit Preisnachlässen, wenn die Maßnahme erst in 2018 realisiert werden würde.

„Vielleicht sind die Angebote so hoch, weil die Anbieter glauben, dass wir unter Druck stehen“, mutmaßte Stadtvertreter Heinrich Westphal (SPD). „So eine deutliche Kostenüberschreitung kommt mir fast wie die Elbphilharmonie vor. Da stimmt doch was nicht“, übte Matthias Malassa (CDU) lediglich leise Kritik. Er wolle auf gar keinen Fall eine „Schlafbaustelle, die ewig nicht fertig wird, wie an anderer stelle in der Stadt“. Wolfgang Lippe (FDP) zeigte sich ebenfalls „ein bisschen verwundert“. Er wolle „das Ding nicht noch mal schieben. Wenn sich das auf 2018 verzögert, dann sind wir wieder bei September, Oktober“.

Ob die Entscheidung der Aufhebung der Ausschreibung bei zehn Befürwortern und einer Gegenstimme etwas bringt, wird sich im Frühjahr zeigen. Der Plan sieht eine erneute Ausschreibung in etwa zwei Wochen vor. Dann mit einer längeren Laufzeit, um auch kleinere Firmen anzusprechen und um womöglich günstigere Angebote zu bekommen. Saniert werden soll schließlich ab Frühjahr 2018.

Von Heike Hiltrop

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