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Wiedereröffnung im April: Neuer Mieter für Studts Gasthof

Wittenborn Wiedereröffnung im April: Neuer Mieter für Studts Gasthof

Unter neuem Namen soll die Traditionsgaststätte demnächst wieder eröffnen / Interimslösung in Wittenborn, bis der Gasthof irgendwann in die alte Kate umzieht.

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Die Gastwirtschaft in Wittenborn soll weiterleben, dafür stehen Investor Carsten Lange mit Sohn Stefan, Betreiber Andreas Schäfer sowie die Köche Dirk Zeglin und sein Kollege Souschef Jörg Manschus.

Quelle: Fotos: Glombik

Wittenborn. „Wittenborner Gasthof“, „Utspann“ oder . . . ? Noch wird diskutiert, noch haben sich alle Beteiligten nicht entschieden, wie die neue Gastwirtschaft als Nachfolgerin des Traditionslokals Studts Gasthof in Wittenborn einmal heißen wird. Aber sicher ist, dass die Crew von „Moin Moin“, dem offensichtlich gut frequentierten Bistro im Levo-Park, auch die neuen Betreiber im gastronomischen Zentrum an der B 206 sein werden. Pächter ist Andreas Schäfer vom Unternehmen PNT (Pflegenotfallteam). Mit im Team sind der frühere Chefkoch im Ihlsee-Restaurant, Dirk Zeglin, und sein Kollege Souschef Jörg Manschus. Die Öffnung des frischrenovierten Lokals ist für den 15. April geplant.

LN-Bild

Unter neuem Namen soll die Traditionsgaststätte demnächst wieder eröffnen / Interimslösung in Wittenborn, bis der Gasthof irgendwann in die alte Kate umzieht.

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„Das wird ein frisches neues Ambiente.“ Andreas Schäfer

Damit wird der Traditionsgasthof nur wenige Wochen geschlossen bleiben. Im Haus, dessen Gaststube den Charme der Siebziger ausstrahlte, wird derzeit eine neue Küche eingebaut, die Räume werden renoviert. Andreas Schäfer: „Der Tresen wird offen gestaltet, das wird ein frisches neues Ambiente.“ Geplant ist jeweils Mittagsbuffet, Holsteiner Küche. Auch abends hoffen die Köche auf viele Besucher. Der Saal bietet Platz für über 120 Gäste, also ideal für Familienfeiern. Geplant ist auch die Einrichtung einer Sky-Sports-Bar.

Trotz der ganzen Mühen ist allen klar, dass es sich nur um eine Interimslösung handelt. Denn Eigentümer Carsten Lange plant in drei Jahren schon den Umzug der Gastronomie ein Haus weiter. Bis dahin soll die gegenüberliegende Uralt-Kate aufwändig restauriert und als Gaststätte hergerichtet sein. Der jetzige Gasthof soll dann das neue dörfliche Zentrum mit einem „Markttreff“ bilden. Das ehrgeizige Projekt unter der Regie der Gemeinde dürfte einmalig im Kreis Segeberg sein.

Doch Fördermittel müssen beantragt, Projektanträge bis ins Detail formuliert werden. Das dauert. Und so lange möchte Lange den Gasthof nicht leerstehen lassen. „Für die Zeit der Umsetzung möchten wir die Restauration weiterbetreiben“, sagt Lange. Der Wittenborner weiß, dass ein funktionierender Gasthof auch wichtig für das Dorfleben ist. Lange: „Wir haben Andres Schäfer die Option angeboten, dass er später die Gaststätte in der Kate übernimmt.“

Wie berichtet, möchte Lange seiner Gemeinde das frühere Ortszentrum zurückgeben und dafür sorgen, dass das Gaststuben-Sterben vor Wittenborn halt macht. Es gilt, 140 Jahre Dorfhistorie zu bewahren.

Sein Projekt soll kein Alleingang werden: Lange tut sich nun mit der Gemeinde zusammen, die für Fördermittel sorgt. Sohn Stefan Lange berichtet, dass nun überprüft worden ist, dass in Wittenborn das Markttreff-Konzept in Trägerschaft der Gemeinde durchgeführt werden kann. Auch das Umsatzpotenzial für das Geschäft ist positiv bewertet worden. Die Projektentwicklung sei auf dem Weg. Diese allein wird aber schon ein Jahr dauern. In dieser Zeit soll es Gastronomie am Standort weiterhin geben. Lange: „Wir brauchen dann noch zwei Jahre, um den neuen Gasthof herzurichten.“ Investor Lange plant, wie berichtet, im früheren Utspann-Gebäude, direkt neben dem Gasthof, Ferienwohnungen einzurichten. Im rückwärtigen Bereich des großen Grundstückes sollen Wohnungen gebaut werden.

Dass die Gastronomie in Wittenborn unbedingt erhaltenswert ist, zeigte kürzlich auch der Besuch eines älteren Ehepaares. Die Stammgäste ließen sich auch durch die Bauarbeiten im ehemaligen „Studts Gasthof“ nicht abhalten und kehrten ein. Er 92 Jahre alt, sie 88, seit 67 Jahren sind die beiden verheiratet. Ihnen wurden sogleich zwei Stühle angeboten und ein „Baukaffee“ serviert, berichtet Schäfer schmunzelnd. Die beiden wollen auf jeden Fall wiederkommen. Ein gutes Vorzeichen.

Von Wolfgang Glombik

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