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Segeberg Wilder Westen in Segebergs Fußgängerzone
Lokales Segeberg Wilder Westen in Segebergs Fußgängerzone
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22:53 05.08.2017
Der Einzug der Darsteller ist das Zeichen, dass gleich die Autogrammstunde beginnt. Lange Schlangen von geduldigen Autogrammjägern haben sich da schon an den Ständen gebildet. Quelle: Fotos: Domann
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Bad Segeberg

Dieses Mal stand die Band „Jenny and Friends“ auf der Volksbank-Bühne, die die Zuhörer mit Westernmusik begeisterte und verschiedene Linedance-Gruppen zum Tanzen brachte. Zum ersten Mal machte Andreas Berg, Inhaber des gleichnamigen Teegeschäftes, mit. Passend zu dem Festtag hatte er Früchtetees mit den Namen Wildwest, Kleine Squaw und Wigwam im Angebot. Die verkaufte er mit Federn verziert und lud Passanten zum Teetrinken ein.

Selten ist die Innenstadt so dicht gedrängt mit Menschen: Doch wenn eine ganze Stadt wieder Karl May spielt, dann wollen alle dabei sein.

Einzelhändler bieten Aktionen für Kinder und Rabatte an. Country Musik wird gespielt, es wird getanzt und verkleidete Menschen laufen durch die Straßen. Das gibt es nur bei „Eine Stadt spielt Karl May“.

Bereits eine Stunde vor dem Start der Autogrammstunde hatten sich schon Schlangen vor den Ständen gebildet. Besonders lange warten mussten die Autogrammjäger bei Alexander Klaws und Ben Bremer. Um kurz nach 11 Uhr war es dann so weit: die Stars zogen durch die Fußgängerzone zu ihren Ständen. Dort bildete sich in wenigen Sekunden ein Fotografen-Knäuel. Sogar aus dritter und vierter Reihe wurde versucht, Aufnahmen von den Darstellern zu machen.

Für eine andere Strategie hatte sich dagegen die Bad Segebergerin Hildegard Engel entschieden. „Mit 79 Jahren ist das lange Anstehen doch etwas anstrengend. So habe ich mich hier bei den drei Herren angestellt“, sagte sie. Denn am Stand von Patrick L. Schmitz, Stephan A. Tölle und Harald Wieczorek gab es Autogramme gleich im Dreierpack. Seit 1962 sammelt Engel die Autogramme der Karl- May-Darsteller. Etwa 140 Stück hat sie, fein säuberlich in Alben abgeheftet. Auch von Christian Kohlund hat sie eines, der habe ihr besonders imponiert, weil er sehr höflich gewesen sei.

Erfolgreich und glücklich war auch Maike Minor aus Bad Oldesloe. Sie wollte unbedingt Autogramme von Alexander Klaws und Sina Sahin. Die beiden kenne sie durch das Fernsehen, Klaws auch durch das Musical „Tarzan“. „Ich habe ein paar Worte mit ihm gesprochen“, freute sich die junge Frau. Christina Gerson aus Barmstedt hoffte unterdessen noch auf eine Unterschrift von Klaws. Die 47-Jährige ist ein großer Karl-May- Fan, ist mit Pierre Brice und Lex Barker aufgewachsen. Seit acht Jahren hat sie eine Lederweste, auf der sie Autogramme der Darsteller in Bad Segeberg und Elspe sammelt. „Die Unterschrift von Alexander Klaws ist mir sehr wichtig, ich verfolge seine Karriere, er macht seinen Weg, auch in Tarzan hat er mir gut gefallen“, sagte sie.

Eine Bildergalerie gibt es unter www.ln-online.de/fotos

 Silvie Domann

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