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Segeberg Willkommene Finanzspritze für den Kinderzirkus
Lokales Segeberg Willkommene Finanzspritze für den Kinderzirkus
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21:14 27.07.2017
Ein Sketch als Danke: Erst der Stöpsel (Daumen im Mund) ermöglicht das Aufpusten des Luftballons. Quelle: Fotos: Silvie Domann

Zuschauer haben die Kinder vom Kinderzirkus Cali-Calixta in Strukdorf regelmäßig bei ihren Proben. Doch dieser Besucher fällt ins Auge. Bunte Hose, rote Knollennase und rosa Strohhut: Es ist der Klinik-Clown „Plüm“, er hat Zauber-Seifenblasen dabei, die die Kinder mit einer Fingerspitze auffangen können. Und eine weitere Überraschung hat Rainer Lichterstein alias „Plüm“ mitgebracht: 950 Euro für die Vereinskasse.

 

Rainer Lichterstein und Angelika Ruba spenden 950 Euro an Cali-Calixta. Meli Lehky alias Fräulein Schrulla freute sich riesig mit den Kindern.

Gemeinsam mit Angelika Ruba organisiert er seit einigen Jahren die „Lübecker Nacht der spirituellen Lieder“. Die achte Nacht war Anfang Juni, über 200 Menschen nahmen teil und sangen Gospel aus Afrika, Gesänge der Indianer, Lieder aus Taizé, um miteinander in Einklang zu kommen. Statt Eintritt wurde zum Spenden aufgerufen, und so sind die 950 Euro zusammengekommen, die Lichterstein und Angelika Ruba nun der Zirkus-Vereinsvorsitzenden Mel Lehky alias Fräulein Schrulla überreichten. Die freute sich riesig und sagte, dass das Geld in weitere Workshops, Luftakrobatik-Equipment und vor allem in Werbung investiert werde. „Wir sind noch zu unbekannt, deshalb wollen wir Aufkleber für Fahrzeuge in Auftrag geben.“

„Wir wollen kleine Vereine unterstützen, die kaum öffentliche Gelder bekommen“, betonte Lichterstein. So habe er das Internet durchsucht und sei auf Cali-Calixta gestoßen. Die Idee eines Zirkus’ habe sofort gefallen, schließlich stehe der Spaßfaktor im Vordergrund. Gleichzeitig erlebten sich die Kinder selbst und in einem Umfeld, in dem Bewertung und Vergleich untereinander wegfielen. Hatte der Clown für Fräulein Schrulla das Geld mitgebracht, gab es für jedes Kind ein Eis. Die Kinder hatten sich zuvor mit einem Sketch bedankt. Sie zeigten das Problem, das beim Aufpusten eines Luftballons auftreten kann. Erst der Stöpsel (Daumen im Mund jedes Kindes) löste das Problem.

Seit 2012 gibt es den Verein „Cali-Calixta-Kinder-Zirkus Sonnenberghof“, zwei Jahre später fand die erste Zirkusshow statt. Nun sind es jährlich zwei Aufführungen, die die Kinder einstudieren. Eine im Mai mit Kinderfest und eine Gala-Show für Eltern. Denn die eigene Manege, die in einer ehemaligen Scheune Platz gefunden hat, hat nur begrenzte Sitzplätze. 20 Mitglieder hat der Verein derzeit. Je nach Neigung können die Mädchen und Jungen zwischen vier und 18 Jahren Solonummern erarbeiten – zum Beispiel mit Tellern jonglieren oder Bauchtanzen. Und wer nicht in der Manege stehen möchte, der kann sich um Kostüme, Lichttechnik oder die Bühne kümmern. Auch Schulpraktika oder ein soziales Jahr sind beim Verein möglich. Jeder Zirkusbegeisterte von vier bis 99 Jahren kann Mitglied werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 96 Euro im Jahr. Trainiert wird mittwochs ab 16 Uhr auf dem Sonnenberghof, Bahnhofsstraße 2 in Strukdorf.

Weitere Infos: www.cali-calixta.de.

Silvie Domann

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