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Segeberg Willkommensfest mit Ringstechen
Lokales Segeberg Willkommensfest mit Ringstechen
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20:29 10.05.2016

Die erste Familie wohnt bereits seit einem Jahr im Dorf Berlin, die restlichen drei Familien aus Afghanistan und Syrien haben vor vier Monaten in der Gemeinde Seedorf eine neue Heimat gefunden. Am Sonntag wurden sie mit einem Willkommensfest begrüßt, gleichzeitig nutzten die Flüchtlinge die Gelegenheit, sich bei den vielen Helfern zu bedanken, die ihnen die Ankunft in Seedorf erleichtert haben.

Ungewohntes Terrain für die Flüchtlinge: Ringstechen auf dem Fahrrad. Quelle: hfr

Bei dem Willkommensfest am Muttertag konnten bei bestem Wochenendwetter viele Küchen kalt bleiben. Für das Essen der nahezu 100 Gäste hatten nicht nur die Feuerwehr mit Grillfleisch, der DRK-Ortsverein mit Waffeln und die Landfrauen mit Kuchen gesorgt. Vor allem die Flüchtlingsfamilien hatten viele Leckereien für das Fest vorbereitet. Reis, Gerichte aus Geflügel und Lamm, Salate und Gebäck hatten sie nach Rezepten aus ihrer Heimat zubereitet und den Seedorfern damit ein völlig neues Geschmackserlebnis beschert. Den Kauf der Zutaten hatte die Kirchengemeinde Schlamersdorf ermöglicht.

Für das Fest hatte die Gemeinde die Heerstraße zwischen Feuerwehr und Landstraße gesperrt, damit sich auch die Kinder gefahrlos bewegen konnten, für die Schminken, Seifenblasen pusten und weitere Spiele angeboten wurden. Absolutes Neuland für die Asylbewerber bildete das Fahrrad-Ringstechen. Für die Sieger gab es Fahrradcomputer, Fahrradhelme, Schlösser, reflektierende Bänder und Westen. Absoluter Hauptpreis aber war ein gespendetes und aufgearbeitetes Fahrrad, das den Asylbewerbern übergeben wurde.

Die meisten von ihnen haben sich bereits gut in das Dorf Berlin eingelebt, heißt es aus der Gemeinde. „Die Kinder besuchen allesamt den Kindergarten oder die Schule. Sie saugen alles auf wie ein Schwamm. Bei den Erwachsenen geht es vor allem beim Sprachunterricht langsamer. Zu einer Familie gehört eine Frau, die bereits 70 Jahre alt ist. Dass es in dem Alter schwieriger ist, ist völlig klar“, sagte Petra Wede, die neben Bürgermeister Gerd Lentföhr Vertreter aller Fraktionen auf dem Fest begrüßen konnte und besonders Ulrike und Jürgen Kaldewey für ihren Einsatz dankte.

Sie freute sich, dass neben den Helfern auch viele andere Dorfbewohner gekommen waren, um Kontakt zu den Asylbewerbern zu knüpfen. Auch die drei pensionierten Deutschlehrerinnen waren dabei, die ihnen ehrenamtlich Deutschunterricht erteilen. Unter den Besuchern war jedoch noch eine weitere Lehrerin: Eva Hirche, Pädagogin am BBZ, nutzte die gute Gelegenheit des Festes, um die Familie eines Schülers kennenzulernen. pd

Rad-Mechaniker gesucht

Die Asylbewerberfamilien sind dankbar für gebrauchte Fahrräder, die sie mobiler und unabhängiger von den Busverbindungen machen. Genauso wichtig wie die fahrbaren Untersätze ist es jedoch, diese selbstständig reparieren zu können. Daher sucht der Helferkreis einen Ehrenamtler, der sich in der Zweirad-Mechanik auskennt und seine Kenntnisse an die Flüchtlinge weitergeben möchte.

Materialkosten übernimmt die Gemeinde. Wer sich eine solche Aufgabe vorstellen kann, wird gebeten, sich bei Ulrike und Jürgen Kaldewey unter der Telefonnummer 04556/12 93 zu melden. pd

LN

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