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Segeberg Windkraftanlagen auf Stockseer Gebiet: Einwohner bleiben gelassen
Lokales Segeberg Windkraftanlagen auf Stockseer Gebiet: Einwohner bleiben gelassen
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20:19 11.09.2013
Raimund Weidlich (links) vom Planungsbüro Prokom und Stefan Jux von Denker & Wulf erläuterten den Stand der Planungen. Quelle: Fotos: pd

Die Gemeindevertretung von Stocksee beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit dem gemeinsamen Windeignungsgebiet von Schmalensee, Damsdorf und Stocksee. Doch während in Schmalensee eine Bürgerinitiative gegründet wurde, die gegen die Windräder Sturm läuft, nehmen die Stockseer das Geplante gelassen. Nur elf Einwohner waren am Mittwochabend zur Einwohnerversammlung gekommen, in der Mitarbeiter des Planungsbüros Prokom und des Projektentwicklers Denker & Wulf über den Stand der Planungen informierten.

Genau 198 Hektar groß ist das Windeignungsgebiet im Gemeindedreieck Stocksee, Damsdorf und Schmalensee, wobei mit 30 Hektar der kleinste Anteil auf Stocksee entfällt. Damsdorf ist mit 56 Hektar dabei. Der Löwenanteil gehört mit 112 Hektar zum Gemeindegebiet Schmalensee. 16 Anlagen mit einer Gesamthöhe von 150 Metern (Nabenhöhe 100 Meter plus 50 Meter Flügellänge) möchten die Projektentwickler der Denker & Wulf AG dort bauen.

Im Gegensatz zu Schmalensee hat Stocksee dabei eine komfortable Lage, denn zusätzlich zu den 800 Metern Mindestabstand zur Wohnbebauung bietet das Kiesabbaugebiet einen weiteren Puffer. „So richtig belastet uns das gar nicht“, erklärte während der Versammlung Günter Hagemann, der als stellvertretender Bürgermeister für den am Knie verletzten Dierk Jansen eingesprungen war.

Derzeit sind für das Stockseer Gebiet drei Anlagen geplant, deren Geräuschimmissionen deutlich unter der zulässigen Höchstgrenze liegen würden. Der Frage, ob Denker & Wulf bereit wären, kleinere Anlagen zu bauen, erteilte Stefan Jux eine klare Absage: „100-Meter-Anlagen würden wir nicht akzeptieren. Dagegen würden wir auch vorgehen“, so der Wirtschaftsingenieur. Er verwies darauf, dass 150-Meter-Anlagen der gängige Standard seien. „Es gibt bereits Anlagen, die wesentlich höher gebaut werden“, so Jux. Über die Feinheiten der Planung informierte Raimund Weidlich die Einwohner. Die Nähe zu Seeadler-Horsten, Flugtrassen des Rotmilans und zum Nahrungsgebiet von Störchen beschäftigen derzeit die Gutachter. Weidlich: „Das ist ein umfangreiches Gebiet, mit dem viele Leute befasst sind.“ Ergebnisse liegen noch nicht vor.

pd

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