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Winfried Zylka: Veränderungen als Chancen begreifen

Bad Segeberg Winfried Zylka: Veränderungen als Chancen begreifen

Der Kreispräsident dankt den ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuern und meint zum Jahreswechsel: „Der Kreis Segeberg bietet sehr gute Lebensbedingungen“.

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„Unsere Lebensqualität hängt im starken Maße davon ab, dass wir uns mit unserer Gemeinde identifizieren.“ Kreispräsident Winfried Zylka

Bad Segeberg. „Auch im Kreis Segeberg haben im zurückliegenden Jahr viele Menschen — insgesamt weit über zweitausend — aus Bürgerkriegsgebieten Zuflucht gesucht. Sie sind von unserer Bevölkerung gut aufgenommen worden und haben eine mächtige Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.“ So heißt es im Grußwort von Kreispräsident Winfried Zylka zum Jahreswechsel.

Es seien im Kreis Segeberg nicht nur Unterkünfte eingerichtet und Essen und Kleidung ausgeteilt, sondern auch Sprachhilfen, Freizeitangebote (Sport oder Musik), gesundheitliche Betreuung und Hilfen zur Orientierung im Alltag bereitgestellt worden: „Dafür sage ich allen Helfern — den ehrenamtlich Tätigen und denjenigen, die beruflich für die Flüchtlinge sorgen — herzlichen Dank", erklärt der Kreispräsident. In den Gemeinden und im Kreis seien die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge seit Monaten das politische Thema Nummer 1. Der Kreistag habe eine Reihe von zumeist einstimmigen Beschlüssen gefasst, die der Bewältigung dieser Aufgaben dienen; unter anderem habe er 30 neue Personalstellen für 2016 allein für den Bereich Asyl geschaffen und die Mittel für den Bau oder Kauf neuer Unterkünfte bereitgestellt. „Die Flüchtlingsströme haben unser Land verändert und werden dies auch in Zukunft tun. Wir haben guten Grund dafür dankbar zu sein, dass wir hier Lebensbedingungen haben, die uns zu einem der attraktivsten Länder der Erde machen. Es liegt in unserem eigenen Interesse, die Menschen aus fremden Ländern, die bei uns leben, schnell zu integrieren und damit zu einem aktiven Bestandteil unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu machen“, schriebt Zylka. Er verweist zugleich auf die weiteren Veränderungen in fast allen Lebensbereichen von der Technologie über Gesellschaft, Demografie bis zur internationalen Sicherheitslage. In dieser Situation gehe es darum, dass der Kreis auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibe und Bedingungen für ein angenehmes Wohnen und Arbeiten schaffe. Die Voraussetzungen seien nicht zuletzt durch die günstige Lage in der Metropolregion Hamburg gegeben. „Wir brauchen mehr Wohnungen zu erschwinglichen Preisen, einen bedarfsgerechten ÖPNV mit neuen Konzepten für den ländlichen Raum, ein leistungsfähiges Straßennetz und ein Datennetz, das die Datenflut der Zukunft bewältigen kann“, so der Kreispräsident. In diesen Bereichen sei der Kreistag bereits aktiv.

Zylka weist auf die Ehrenamtsmesse hin, die am 27. Februar in Henstedt-Ulzburg stattfindet und über verschiedene Betätigungsfelder informieren, Netzwerke verstärken und Menschen zur Mitarbeit gewinnen will. „Unsere Lebensqualität hängt im starken Maße davon ab, dass wir uns mit unserer Gemeinde identifizieren und zum Gemeinschaftswesen beitragen“, sagt Zylka. Die vielen Freiwilligen, die sich neben Beruf und Freizeit in die Pflicht nehmen lassen, leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Ihnen gebühre Unterstützung und Anerkennung. Ohne sie würden große Teile des öffentlichen Lebens nicht oder nicht so gut funktionieren.

Der Kreistag habe 2015 ein umfangreiches Arbeitspensum geleistet, wofür Zylka ebenfalls danke. Es galt insgesamt 335 (im Vorjahr: 239) Verwaltungsvorlagen, Anträge und Berichte in Ausschüssen, Fraktionen und im Kreistag zu behandeln. Der Kreishaushalt 2016 weist ein Ausgabevolumen von 321 Millionen Euro aus, dem Einnahmen von knapp 313 Millionen gegenüberstehen. Trotz aller Veränderungen gebe es guten Grund, mit Spannung und Freude dem neuen Jahr zu begegnen, schreibt Zylka. Der Kreis Segeberg bleibe ein attraktiver Standort zum Arbeiten, Lernen und Wohnen. Er wünsche allen Einwohnerinnen und Einwohnern persönliches Wohlergehen und Erfolg im neuen Jahr 2016.

LN

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