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Segeberg „Wir für Segeberg“ soll weiterleben
Lokales Segeberg „Wir für Segeberg“ soll weiterleben
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21:23 13.05.2016
Hut in den Ring: Peter Dollhopf, Geschäftsführer einer Agentur, will erster Vorsitzender werden.

Zumindest ein heikler Punkt ist vom Tisch: Einstimmig stimmten vorgestern die Mitglieder in Bad Segebergs Unternehmerparlament dagegen, den im Juni 2010 gegründeten Unternehmerverein „Wir für Segeberg“aufzulösen. Genau dieses Szenario hatte der Vorstand vorsorglich an die Wand gemalt, weil sich in den vergangenen zwei Jahren zu wenig engagierte Mitglieder für die Vereinsarbeit fanden. Das Totenglöckchen ist damit erst einmal verstummt.

Offen bleibt die Frage, wer nun die neue Zeit für den Verein einläutet und „Wir für Segeberg“ aus seiner Starre führt. Eine sechswöchige Frist gewährten sich die 39 Mitglieder des Unternehmervereins (130 Mitglieder), damit Personen gefunden werden, die sich künftig im Vorstand engagieren. Denn der bisherige Vorstand mit Dirk Lemcke, Jörn Wohlgehagen und Dieter Koep hat – wie berichtet – seinen Rückzug angekündigt.

Ob nun der Geschäftsführer einer Werbeagentur in Bad Segeberg, Peter Dollhopf, der richtige „Wachküsser“ des dahindümpelnden Vereins wäre, bleibt abzuwarten. Beobachter berichteten von reservierten Reaktionen im Plenum, als dieser seinen Hut in den Ring warf und sich bereit erklärte, den Platz des ersten Vorsitzenden zu übernehmen. Es fanden sich keine weiteren Kandidaten, um im Vorstand als Schatzmeister oder zweiter Vorsitzender zu arbeiten. So bleiben Lemcke, Wohlgehagen und Koep vorerst kommissarisch im Amt. Das sei einstimmig beschlossen worden, berichtete „Noch-Vorsitzender“ Dirk Lemcke den LN. „Ich fand es mutig, dass Peter Dollhopf sich für das Amt als Vorsitzender zur Verfügung stellte – ohne ein Team im Hintergrund zu haben.“

Lemcke hätte sich mehr Interessenten für die Vorstandsarbeit gewünscht. „Wir haben uns alle Hausaufgaben gestellt. Auch sollen sich die Sprecher der Initiativkreise Gedanken machen, ob man diese Gruppen auflöst und stattdessen mehr projektbezogen arbeitet. Die Versammlung sei sich darüber nicht ganz einig gewesen, sagte Lemcke den LN. Bei der nächsten außerordentlichen Versammlung solle das abgeklärt werden.

Lemcke ist optimistisch: „Das muss jetzt erst einmal sacken, dann werden sich sicher Kandidaten melden.“ Der Verein sei nach wie vor handlungsfähig, auch sei die Überzeugung groß, dass Bad Segeberg auch in Zukunft diesen Verein brauche. Bei aller Harmonie in der Sitzung ist der Unmut bei einigen Mitgliedern groß, dass „Wir für Segeberg“ zwar rund 35 000 Euro auf dem Sparkonto hat, aber das Geld mangels Ideen nicht für Aktionen und Projekte ausgegeben werden kann.

Kritik wurde auch in der Sitzung geäußert, dass der Verein sich selbst mit seinen Leistungen öffentlich eher schlecht verkaufe. Die Öffentlichkeitsarbeit solle verbessert werden. Auch die Stadt Bad Segeberg – vertreten durch die Hauptausschussvorsitzende Ursula Michalak – hatte dafür geworben, dass der Verein der Stadt erhalten bleibe. Ein Unternehmerverein als Ansprechpartner für Verwaltung und Politik sei sehr wichtig.

Wolfgang Glombik

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