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Wissenschaft mit Lego-Steinen erfahren

Wahlstedt Wissenschaft mit Lego-Steinen erfahren

Die Poul-Due-Jensen-Schule arbeitet jetzt mit Steckklötzchen – Lernstoff soll so spielerisch vermittelt werden.

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Seit dem Ferienende gibt es in der PDJS ein neues Angebot für alle Schüler: Das „LEGO Education Innovation Studio“, kurz Leis. Hier werden Fächer aus dem naturwissenschaftlichen Bereich erfahrbar gemacht, wird auf fast spielerische Weise Physik, Mathe und anderes gelernt.

Wahlstedt. Ungewöhnliche Lehrmethoden können oft zu überraschenden Erfolgen führen, vor allem wenn die Schüler selbst Hand anlegen, interaktiv gestalten können.

LN-Bild

Die Poul-Due-Jensen-Schule arbeitet jetzt mit Steckklötzchen – Lernstoff soll so spielerisch vermittelt werden.

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Sozusagen leicht begreifbar die Gelegenheit bekommen, mit oftmals eher schwierigen Themen wie Mathe oder Physik umzugehen, statt trocken zu büffeln. Das dachte man sich schon vor geraumer Zeit an der Poul-Due-Jensen-Gemeinschaftsschule (PDJS) in Wahlstedt. Hier machte man sich als erste Schule im Kreis Segeberg (in Bad Oldesloe gibt es eine weitere) daran, ein so genanntes „Lego-Education-Innovation-Studio“ einzurichten. Vor kurzem kamen die Möbel. Jetzt ist das abgekürzt „Leis“ genannte Studio bezugsfertig: Bunte Tische in den typischen Farben des dänischen Steckklötzchen-Bauers stehen in einem der Technikräume. In hohen Schränken, fein säuberlich sortiert, findet sich das Unterrichtsmaterial: runde, viereckige, lange dünne, kurze, dicke, ein- und mehrreihige Legosteine. Damit kann alles Erdenkliche gebaut werden, was später von den Schülern mit Spezialsteinen in Bewegung versetzt und per Computer programmiert werden kann und soll.

Lerninhalte, die alle sogenannten MINT-Fächer abdecken – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – sollen hier spielerisch vermittelt werden, erklärt PDJS-Koordinatorin Annette Grosse. Entwickeln, Gestalten, Programmieren – das mache das Angebot so interessant, ist sie überzeugt. „Die Freaks unter den Schülern werden richtig auf ihre Kosten kommen – und den Nichtfreaks wird die Materie handlungsorientiert mit allen Sinnen näher gebracht“, sagt die Lehrerin für Deutsch und Technik. Eine Stunde pro Woche sollen alle Klassen die Gelegenheit bekommen im, „Lego-Labor“

lernen zu können.

Unterstützt wird das Projekt von der Juniorakademie Nehms, vorrangig Carsten Wilde, der die Jungen und Mädchen an der PDJS unterrichtet. Dabei werden die Klassen geteilt, um überschaubare Gruppen von maximal 15 Jungen und Mädchen zu haben. „Konzept und Material sind stimmig, die Lernmodule gut abgeglichen“, hebt Annette Grosse hervor. Die Praxis wird zeigen, wie das Konzept bei den Schülern ankommt.

Die ersten Stunden hat es in diesem Monat bereits gegeben. So ging es für die Klasse 10b zum Auftakt um Hebelkräfte, ihre Wirkung, wie sie funktionierten und verändert werden können.

In einem Drei-Jahres-Plan ist die Finanzierung aufgestellt, gleichzeitig hoffen Schule und Stadtverwaltung darauf, zukünftig Unterstützung aus Wahlstedts Industrie zu bekommen. Einen Termin für die feierliche Einweihung haben Träger (die Stadt) und Schule ebenfalls schon ins Auge gefasst: Voraussichtlich am 1. Dezember soll es soweit sein. Für die Zukunft sei geplant, auch der Offenen Ganztagsschule und den Wahlstedter Kindertagesstätten den Zugang zum Leis zu ermöglichen, kündigt Annette Grosse an.

Das ist „Leis“

Lego Education Innovation Studio , kurz Leis, will Schülern Lerninhalte und Zusammenhänge durch Ausprobieren näher bringen. Ziel sei es, so der Lego-Konzern, der das Konzept vermarktet, dass Jungen und Mädchen eigene Ideen und Lösungen erarbeiten, um Themen zu begreifen und kritisch zu hinterfragen. Das Leis-Konzept wurde für Kindertagesstätten, Grund- und weiterführende Schulen entwickelt. Parallel können sich die Schüler bei der World-Robot-Olympiad (WRO) mit ihren Entwicklungen messen. hil

Heike Hiltrop

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