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Segeberg Wittenborn: Ofen offenbar Ausgangspunkt des Brandes
Lokales Segeberg Wittenborn: Ofen offenbar Ausgangspunkt des Brandes
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21:19 22.12.2015
Nur die Rauchentwicklung machte die Gefahr deutlich. 38 Feuerwehrleute, darunter acht Trupps unter Atemschutz, sowie eine Wärmebildkamera, um Glutnester aufzuspüren, wurden gestern eingesetzt.

Zu einem Feuer mitten im Dorf rückten gestern Vormittag 38 Einsatzkräfte aus Wittenborn, Todesfelde und Bockhorn sowie das DRK mit einem Rettungswagen und die Polizei aus. Dichter Rauch hatte einen Nachbarn auf den weißen Bungalow an der Teichstraße aufmerksam gemacht. Statt den Notruf zu wählen, rief er kurzentschlossen bei Wittenborns Wehrführer Gero Müller an. Der eilte herbei, als geschulter Feuerwehrmann erkannte er sofort die Gefahr, gab um 11.45 Uhr Alarm. Im Polizeibericht ist später von einem Dachstuhlbrand durch Inbetriebnahme eines neu eingebauten Ofens die Rede.

Der Wehr aus Wittenborn, die als erste am nahe des Gerätehauses gelegenen Wohngebiets im Einsatz war, folgten die Brandbekämpfer aus Bockhorn und Todesfelde. Auch der Besitzer des Einfamilienhauses war schnell zur Stelle. Glücklicherweise befand sich niemand in dem Gebäude, das Haus stand leer. Die Mieter waren längst ausgezogen, der Eigentümer selbst wollte sich mit seiner Familie Anfang des neuen Jahres in dem Bungalow einrichten, hatte den neuen Heizofen im Wohnzimmer befeuert, damit das Haus nicht auskühlt, hieß es an der Einsatzstelle. Nun musste er mit ansehen, wie die Einsatzkräfte, darunter acht Trupps unter Atemschutz, mit Äxten die Deckenverkleidung an der Terrasse und im Wohnzimmer aufrissen. Dachziegel rund um den Schornstein wurden entfernt, Wände aufgestemmt, Glaswolle-Isolierung rausgerissen. Offenbar war der Ofen Ausgangspunkt des Entstehungsbrandes, der sich durch Zwischenwände und Decke gezogen hatte.

„Womöglich handelt es sich um einen Defekt“, so Einsatzleiter Gero Müller. Die Polizei geht derweil von einem „unsachgemäßen Gebrauch der Kleinfeueranlage“ aus. Die genaue Brandursache müsse durch eine gründliche Untersuchung geklärt werden. Nach ersten Einschätzungen sei ein erheblicher Teil des Gebäudes durch den Schaden in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Haus ist laut Polizei gegenwärtig unbewohnbar. Die Schadenshöhe war gestern noch nicht bekannt.

Kurz vor 13 Uhr konnten Kräfte der Feuerwehr Todesfelde und später auch Bockhorn wieder abziehen. Um 13.20 Uhr meldete die Wehr, dass das Feuer gelöscht sei. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde das Einfamilienhaus im Laufe des frühen Nachmittags zur Sicherheit weiter gründlich nach Brandherden abgesucht.

„Die genaue Brandursache wird eine gründliche Untersuchung durch die Polizei später klären.“
Gero Müller, Einsatzleiter

Heike Hiltrop

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