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Segeberg Wo alte Bäume Geschichten erzählen
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22:14 15.04.2016
Der Ringwall in Strenglin ist ein wichtiger Ort für die geomantische Führung von Bernd Döhling.

„Geomantie ist das geisteswissenschaftliche Gegenstück zur Geologie. Das ist zwar nicht messbar, aber erfahrbar“, sagt der Eilsdorfer Bernd Döhling, der selbst alteingesessene Pronstorfer mit seinen Kenntnissen verblüfft und ihnen einen neuen Hintergrund für Begebenheiten aus der Vergangenheit gibt. Ab und zu teilt er sein Wissen mit anderen , die er auf eine geomantische Führung mitnimmt. Morgen ist eine solche Gelegenheit.

Der Eilsdorfer Bernd Döhling bietet morgen wieder eine geomantische Führung an.

Der Vicelinkirche und der Friedhof in Pronstorf, die Hügelgräber und die Tor-Eichen, der slawische Ringwall und die Überreste von „Adam“ und „Eva“ im Wald von Westerrade sind solche Orte, die in längst vergangener Zeit eine besondere Bedeutung hatten. Und das, so sagt Döhling, aus gutem Grund: Sie stehen über sogenannten „Ley-Linien“ in einer Verbindung, denn die Geomantie (oder auch Geomantik) geht davon aus, dass die Erde als Körper mit einem Gitternetz aus Meridian- und Akupunkturlinien durchzogen ist.

Die Tor-Eichen haben den Weg zu den Hügelgräbern gewiesen, den Ort mit der größten Spiritualität und der Weisheit der Ahnen. Nicht weit davon befanden sich die Herdfeuer, an denen sich die Weisen getroffen haben, um zu beraten. Die Herdfeuer waren Mulden, die Bernd Döhling auch heute noch in der Umgebung von Pronstorf findet. Auch dem Slawischen Ringwall in Strenglin kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Neben Orten des Lebens, der Weisheit und der Ahnen gab es angeblich aber auch Stellen, an denen die Menschen in früherer Zeit „die Sau rausgelassen“ haben. „Einen solchen Ort gibt es in Westerrade. An den 800 Jahre alten Eichen ,Adam und Eva‘ wurde gefeiert, die ersten Drogen genommen und die Jungen wurde in die Liebe eingeweiht“, ist Bernd Döhling überzeugt.

Seine Führungen beginnt er an der Vicelinkirche in Pronstorf, denn in der Geomantie kommt der Lage von Kirche, dem jetzigen Friedhof und den Hügelgräbern eine besondere Rolle zu. „Der energetische Mittelpunkt der Kirche liegt einen Meter vor der ersten Bankreihe. Hier kreuzen sich zwei Ley-Linien an der Stelle, an der sich auch zwei unterirdische Wasserströme kreuzen“, erzählt Bernd Döhling, der dabei auf die Pronstorfer Chronik verweist. Auch von dem Schälchenstein vor der Kirche ist er begeistert. 270 Schälchen mit einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern sind dort eingeschliffen. Sie sollen aus der späten Steinzeit/Bronzezeit stammen, also um 5000 bis 2000 Jahre vor Christus dort eingebracht worden sein.

Der Stein war in Reinsbek der Deckstein eines Hügelgrabes. Erst 1990 wurde er nach Pronstorf gebracht. „Die alten Meister haben ihre Energie in Steine gegeben. Wenn die Menschen das Steinmehl eines solchen Steins in einem Amulett mit sich getragen haben, hatten sie die Weisheit ihrer Ahnen immer dabei“, erzählt Bernd Döhling. Eine besondere Aura habe auch der Friedhof, der von Linden umrandet ist. In seiner Mitte steht eine riesige Rotbuche. Wer mit Bernd Döhling in eine längst vergangene Zeit und die Lehre der Geomantie eintauchen möchte, hat dazu am Sonntag Gelegenheit. Treffpunkt ist um 8 Uhr an der Vicelinkirche.

Anmeldungen nehmen Ute und Richard Fehrmann vom Kulturverein Eilsdorf und Umgebung unter Telefon 04553/ 99699 99 entgegen.

Die Lehre von der „Weissagung aus der Erde“

Geomantik oder Geomantie ist so alt wie die Menschheit selbst und bedeutet ursprünglich „Weissagung aus der Erde“. Sie beschäftigt sich damit, „natürliche Energieströme“ und „Energiezentren“ auf der Erdoberfläche auszumachen und in landschaftsgestalterische Maßnahmen einzubeziehen. Wie die Feng-Shui-Lehre geht die Geomantik von einer besonderen Wirkung von Erde, Räumen und Formen auf den Menschen aus, die nicht durch Wasseradern, magnetische Felder oder Altlasten gestört werden sollten. In der Geomantik wird der Lebensraum als ein vernetztes System aus Energien, Informationen und Beziehungen zueinander gesehen. „Geomantie ist die Kunst, Lebensräume nach den Bedürfnissen der menschlichen Seele im Einklang mit der Ortskraft zu gestalten“, definiert der Geomantiker Stefan Brönnle den Begriff. Geomantik beansprucht für sich, eine ganzheitliche Form der Naturwissenschaft zu sein. pd

Von Petra Dreu

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