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Wo zwei schöne Seen miteinander schmusen

Klein Rönnau Wo zwei schöne Seen miteinander schmusen

Geschichte zur LN-Ausstellung: Bauer Erdmann entdeckte Anfang der 50er Jahre, dass Camper-Betreuung lukrativer als Feldarbeit ist.

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Kleine „Stadt“ im Grünen: Die schöne Lage zwischen Klüthsee und dem Großen Segeberger See ist sehr beliebt bei den Campern. Campingplatz-Gründer Bruno Erdmann erkannte das schon in den Fünfzigern.

Klein Rönnau. Ein herrliches Flecken Erde. Aus der Vogelperspektive scheinen Klüthsee und Segeberger See fast miteinander zu schmusen. Hier hat sich eine Campingstadt gebildet. Vor vier Jahren feierte der größte Campingplatz von Bad Segeberg und Umgebung seinen offiziellen Geburtstag. Doch es begann eigentlich viel früher mit dem Campern am Klüthseehof. Das ist die Geschichte dazu:

LN-Bild

Geschichte zur LN-Ausstellung: Bauer Erdmann entdeckte Anfang der 50er Jahre, dass Camper-Betreuung lukrativer als Feldarbeit ist.

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Mit Wild-Camping fing alles an. Belagert wurde dieser herrliche Landstrich schon Anfang der 50er von Naturfreunden, als Bruno Erdmann dort noch mit Pferdefuhrwerk rangierte. „Ich war damals Bauer“, erzählt der 84-Jährige. 1950 hatte seine Familie – von ihrem Hof in Ostpreußen geflüchtet – 28 Hektar erworben. „Uns hat man damals prophezeit, in zwei, drei Jahren sind sie pleite, aber dann haben wir alle überlebt.“

Direkt am See hatten Mitarbeiter des Heidberg-Krankenhauses in Hamburg ein altes großes Soldatenzelt aus dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut. Um dieses gruppierten sich Sommer für Sommer immer mehr kleine Zelte. „Da kamen in Intervallen von 14 Tagen immer neue Gruppen, um dort Urlaub zu machen.“, erzählt Erdmann. Die „Wegelagerer“ jagte dieser freundliche Bauer nicht mit der Mistgabel weg. Im Gegenteil, die Gäste holten bei ihm Milch, Wasser, Kartoffeln. „Damals gab es ja noch keine Luftmatratzen, die Leute schliefen auf Strohmatten“, erinnert er sich. Der noch sehr junge, aber sehr geschäftstüchtige Bruno Erdmann ließ sich den „ambulanten Handel“ vom Amt genehmigen. Es ging los mit dem Verkauf von Lollis und Brause. Später ließ er sich zum Einzelhandelskaufmann schulen. So durfte er auch Bier verkaufen. Anfangs wurden die „Goldeimer“ der Camping-Latrine noch in die Güllegrube des Bauernhofs entleert.

Im Juni 1962 bekam Erdmann die offizielle Genehmigung zum Betreiben eines Campingplatzes. Der Zeltplatz wurde immer größer und größer. Erdmann: „Ich haben die Landwirtschaft immer mehr zurückgestellt.“ Seine Erfolgsformel: „Ein Hektar Campingplatz ist zehnmal so ertragreich wie ein Hektar Landwirtschaft.“ Das hatte der plietsche Erdmann schnell erkannt.

Die Lage war toll. Nebenbei lieferte Brunos Vater jede Woche zwölf Zentner Kartoffeln an das Kreiskrankenhaus Bad Segeberg. Für Bruno Erdmann war der Kontakt mit seinen Campern das Schönste. Die berühmten Schinkenbrote seiner Frau Hannelore, die befreundeten Schweden, die so gerne Sechsämtertropfen tranken. Die Sportfischer vom Klüthsee, die mit einem Riesentopf Erbsensuppe bekocht wurden. .

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Heute ist ist aus dem kleinen Campingplatz längst ein moderner Platz mit etwa 700 Plätzen geworden, den Tochter Evelin führt. Von oben sieht es aus wie eine Kleinstadt aus Wohnwagen und Zelten.

LN-Luftbilderausstellung mit Quiz im Rathaus

Die Ausstellung mit den Luftaufnahmen im ersten Obergeschoss des Rathauses ist bis zum 28. Oktober zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8 bis 16 Uhr, Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Die LN begleiten die Ausstellung mit einem Quiz, bei dem Antworten auf fünf Fragen gefordert sind. Bis zum Ende der Ausstellung gibt es spannende, lustige und informative Geschichten, in denen die Antworten zu unserem Quiz zu finden sind. Eine der Antworten liefert die nebenstehende Geschichte über den Campingplatz. Die Teilnahmekarten liegen im Rathaus aus: Kreuzen Sie die richtigen Antworten an und werfen Karte in die bereitgestellte Box. Die Gewinner dürfen sich auf tolle Preise freuen.

Wolfgang Glombik

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