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Segeberg Wohin mit dem Klärschlamm?
Lokales Segeberg Wohin mit dem Klärschlamm?
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20:36 09.03.2016
Bürgermeister Holger Möller erhofft sich eine Lösung von einer Fachfirma.

Mit Kosten in Höhe von 70000 Euro für die Entschlammung ihrer Klärteiche hatten die Kükelser kalkuliert. 300000 Euro verlangt eine Firma allerdings dafür.

Als die Zahl ruchbar wurde, ging ein Raunen durch die Gemeindevertretung. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagte Bürgermeister Holger Möller den LN.

Als Begründung führte die Firma neue gesetzliche Auflagen an, die die Entschlammung erheblich verteuern würden. Zudem seien viele Bauern nicht mehr bereit, den Klärschlamm auf ihre Äcker auszubringen. Nun wird erwogen, den Schlamm zu vererden. Im Prinzip wird aus dem Klärschlamm durch Lagerung in einem Polder und sukzessiver Entwässerung (das Wasser wird zurück in die Klärteiche gepumpt) eine Art Humus, der auch verbrannt werden kann. Um so ein Becken anlegen zu können, haben die Gemeindevertreter für 2016 100000 Euro in den Haushalt eingestellt. Am liebsten würden die Kükelser die Vererdungsfläche in der Nähe ihrer Klärteiche anlegen. Ein mögliches Problem, so Möller: „Unsere Klärteiche liegen in einem FFH-Gebiet.“ Und dass dort eine Vererdungsanlage genehmigt würde, sei unsicher. Von einer Firma will sich die Gemeinde nun beraten lassen.

Angesichts der unerwartet hohen Kosten, die auf die Kommune zukommen, haben die Gemeindevertreter beschlossen, die eigentlich vorgesehene Sanierung des G1K-Weges nach Wittenborn zu verschieben und die dafür angesetzten 100000 Euro in das Projekt Vererdungsanlage zu stecken.

Des weiteren haben die Kommunalpolitiker den Haushalt für 2016 verabschiedet. Im Ergebnisplan belaufen sich die Erträge auf 584600 Euro, die Aufwendungen auf   608500 Euro, so dass sich ein Fehlbetrag von   23900 Euro ergibt. Doch für die Sanierung eines angejahrten Buswartehäuschens ist noch genug Geld da. Außerdem sollen in der Begegnungsstätte „Hühnerstall“ eine Tür ersetzt und die Innenwände mit Gipskartonplatten versehen und gestrichen werden. Außerdem soll am Ortseingang der Fußweg in der Dorfstraße um etwa 50 Meter verlängert werden.

Die Hebesätze der Realsteuern bleiben unverändert. Bei der Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Grundsteuer A) und für Grundstücke (Grundsteuer B) bleibt der Hebesatz bei 280 Prozent — bei der Gewerbesteuer beträgt er 300 Prozent.

Von spr

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