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Segeberg Wohin soll das viele Geld für den Klimaschutz?
Lokales Segeberg Wohin soll das viele Geld für den Klimaschutz?
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21:06 05.03.2018
Die Chancen auf Fördertöpfe für Maßnahmen zum Klimaschutz sind derzeit so groß wie nie. Fachleute des Kreises und der Investitionsbank informierten im Kreistagssitzungssaal über die vielfältigen Möglichkeiten. Quelle: Foto: Dreu
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Bad Segeberg

Zuschüsse zu den Personalkosten für einen eigenen kommunalen Klimaschutzmanager, energieautarke Kläranlagen, der lang ersehnte Radweg als Lückenschluss für bereits vorhandene Strecken, ganz neue Radwegekonzepte, Elektrobusse, Lastenräder oder die energetische Sanierung ganzer Stadtteile: Bei den vielen Möglichkeiten, die sich den Kommunen durch die Fördertöpfe auftun, den Überblick zu behalten, ist schwer.

Das wissen auch Heiko Birnbaum, der sich seit 2013 beim Kreis Segeberg um den Klimaschutz kümmert, und seine Kollegin Sabrina Guder, die 2016 zur Verstärkung eingestellt wurde. Die Reduzierung von Treibhausgasen im Kreis Segeberg haben sich die beiden Klimaschutzmanager auf die Fahne geschrieben, für die die Umsetzung des umfangreichen Maßnahmenpakete aus dem integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises an oberster Stelle stehen. Sie sind zudem die Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Energie- und Umweltschutz.

Beide hatten in der vergangenen Woche nicht nur Bürgermeister, sondern vor allem auch die Mitarbeiter der Ämter eingeladen, um ihnen einen Überblick über die vielfältigen Förderprogramme zu verschaffen, die es nicht nur für Kommunen, sondern auch für Privathaushalte und Gewerbe gibt.

Die Anzahl und Förderung der Ladesäulen für Elektroautos und die Quartierssanierung der Marinesiedlung in Wahlstedt sind wie das Konzept zur Sanierung des Wohngebietes zwischen der Schule und dem Freibad in Rickling, Projekte, die sich keine Kommune entgehen lassen sollte.

„Das Quartierskonzept in Wahlstedt wird durch die Stadtwerke Wahlstedt und den Kreis Segeberg unterstützt“, erläutert Heiko Birnbaum. Wahlstedt wolle in enger Abstimmung mit seinen Bürgern klimafreundliche Lösungen für den Gebäudebestand und die Wärmeversorgung erarbeiten. Für die Konzepterstellung seien Fördermittel aus einem Bundes- und einem Landesprogramm verwendet. Ein ganzes Beraterteam der Investitionsbank Schleswig-Holstein hatten die beiden Klimaschutzmanager ebenfalls nach Bad Segeberg eingeladen, die während der Informationsveranstaltung die Besonderheiten der jeweiligen Förderprogramme erläuterten.

Die Zeiten, dass nur kleine Anteile der Maßnahmen bezuschusst werden, sind offenbar vorbei, wie Andreas Dördelmann von der Energieagentur der Investitionsbank Schleswig-Holstein deutlich machte: „Es gibt Förderquoten von bis zu 85 Prozent. Das ist einfach enorm.“ Weitere Infos erteilt Segebergs Klimaschutzmanager unter der Rufnummer 04533/951-0.

Von Petra Dreu

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