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Segeberg ZU PFINGSTEN
Lokales Segeberg ZU PFINGSTEN
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22:12 14.05.2016

Wer in diesen Tagen über die Markplätze und Boulevards unserer Kleinstädte schlendert, erlebt regelmäßig etwas, das vor wenigen Jahren noch undenkbar war: Viele Menschen sprechen nicht Deutsch miteinander. Obwohl sie hier leben.

Manchen Einheimischen macht das Angst. Sie haben Sorge, dass die Flüchtlinge nicht nur andere Sprachen mitbringen, sondern auch andere Werte und eine andere Kultur. Sie befürchten, dass Hiesige und Fremde einander niemals verstehen werden. Sie fühlen sich plötzlich fremd in ihrer eigenen Stadt.

Die Geschichte des Pfingstfestes ist nach der Bibel eine Geschichte von fremden Sprachen. Bewegt vom Geist Gottes gehen die ersten Christen hinaus auf die Straßen der Weltstadt Jerusalem und reden mit den Leuten – mit jedem in seiner Muttersprache. Das ist nach der Bibel der Beginn der christlichen Kirche.

Passiert heute nicht etwas Ähnliches? Ob Sprachkurse, Sprachpaten oder „DaZ“-Klassen – vielerorts wird so intensiv Deutsch gelernt wie vielleicht noch nie in diesem Land. Dabei lernen nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die Einheimischen. Die fremde Sprache ist nicht mehr Grenze, sondern Quelle neuer Erfahrung. Begegnung überwindet die Angst. Das ist Pfingsten.

LN

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