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Segeberg Zehnmillionster Besucher bei Karl-May-Spielen kommt aus Koblenz
Lokales Segeberg Zehnmillionster Besucher bei Karl-May-Spielen kommt aus Koblenz
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18:50 02.08.2012
Der zehnmillionste Besucher der Karl-May-Festspiele Mathias Zeitler (2.v.r) freut sich am Donnerstag im Freilichttheater am Kalkberg in Bad Segenberg mit seiner Frau Kristina und den beiden Töchtern Carla (8, r) und Luzid (5) über den gewonnen Reisegutsch Quelle: dpa
Bad Segeberg

Am Donnerstag

begrüßten Geschäftsführerin Ute Thienel und das gesamte Ensemble die

Jubiläumsgäste, eine Familie aus Koblenz in Rheinland-Pfalz. Als

Gewinn gab es für Mathias Zeitler und seine Familie einen Gutschein

für eine Reise nach Orlando im US-Bundesstaat Florida.

„Zehn Millionen Besucher, das ist für viele Theater eine

unerreichbare Zahl“, sagte Bürgermeister Dieter Schönfeld, der den

Gutschein überreichte. „Hier in Bad Segeberg ist aus der Idee, Karl

Mays Abenteuer an den Kalkberg zu bringen, eine Erfolgsstory

geworden“, sagte er.

Die Idee dazu hatte 1952 der Lübecker Regisseur Robert Ludwig.

Damit löste er bei den Segebergern ein wahres Karl-May-Fieber aus.

Viele Bürger meldeten sich als Komparsen, Schüler und Lehrer des

örtlichen Gymnasiums studierten Indianertänze ein und Bauern aus der

Umgebung stellten ihre Arbeitspferde als „Mustangs“ zur Verfügung. Im

August 1952 starteten die ersten „Winnetou-Festspiele“, wie sie

damals noch hießen. Sie wurden mit knapp 100 000 Zuschauern in nur 15

Vorstellungen vom Fleck weg ein Erfolg. Inzwischen kommen nach

Angaben der Festspiele rund 300 000 Zuschauer pro Saison.

In den ersten Jahren wurden auch Karl-May-Stücke aufgeführt, die

nicht im Wilden Westen spielten, wie „In den Schluchten des Balkan“,

„Durch die Wüste“ oder „Durchs Wilde Kurdistan“. Anders als heute, wo

waghalsige Stunts und pyrotechnische Effekte an der Tagesordnung

sind, ging es in den Anfangsjahren am Kalkberg eher gemächlich zu.

Geschossen wurde jedoch schon in der ersten Spielzeit. Allerdings sei

es sieben Jahre nach Kriegsende nicht so einfach gewesen,

Schusswaffen zu besorgen, heißt es in der Chronik der Spiele.

Die Karl-May-Verfilmungen der 60er Jahre mit Pierre Brice als

Winnetou und Lex Barker als Old Shatterhand sorgten nicht nur für

einen Anstieg der Besucherzahlen. Der Film prägte auch das Bild der

Zuschauer vom Aussehen des edlen Apachenhäuptlings so stark, dass die

Kostüme denen des Films dezent angeglichen wurden. Später - von 1988

bis 1991 - ritt Brice als Winnetou auch über die Freilichtbühne am

Kalkberg. 1992 wurde er von Gojko Mitic abgelöst, seit 2007

verkörpert der in Istanbul geborene Schauspieler Erol Sander „den“

Indianer schlechthin.

Lang ist die Liste der Schauspieler, die Gastrollen bei den

Karl-May-Spielen übernommen haben, so Wayne Carpendale, Götz Otto,

Horst Janson, Mathieu Carrière, Elke Sommer, Lisa Fitz, Eva Habermann

und Ingrid Steeger. In der aktuellen Produktion „Winnetou II“ sind

unter anderem Joshy Peters, Timothy Peach, Dunja Rajter und der

frühere Viva-Moderator Mola Adebisi zu sehen.

LN

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