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Segeberg Zoff programmiert
Lokales Segeberg Zoff programmiert
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20:22 05.09.2013

„Gehen Sie mal als Fremder durch unsere Stadt, es gibt nicht einmal ein Hinweisschild zum Segeberger See.“ Der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Bad Segeberg und Umgebung, Erwin Bojens, beklagt sich heftig über die mangelhafte Beschilderung in Bad Segeberg. Doch hier soll demnächst in den politischen Gremien ein neuer Vorstoß unternommen werden, den schon lange in die Jahre gekommenen „Schilderwald“ endlich neu aufzustellen. Es werde Zeit, fordert Bojens. Die Jugendherberge kämpfe schon seit zehn Jahren darum, dass an der Kreuzung Bahnhofstraße/ B

206 ein Hinweisschild für sie aufgestellt werde. Bojens: „Das ist doch ein Witz.“

Eine gute Beschilderung sei für die Touristen extrem wichtig. Dabei müsse natürlich auch an die Autofahrer gedacht werden. Bojens weiß, dass der Kreis eher weniger große Hinweis-Schilder erlauben will. Zum Leidwesen der Organisatoren des Fremdenverkehrs: Für Bojens führe die Kreisverkehrsaufsicht die Gemeinden „wie den Ochsen am Nasenring durch die Gegend“. Wenn Bad Segeberg jetzt die Fremdenverkehrsabgabe einführe, müsse die Stadt sich doch auch so verhalten dürfen wie ein Fremdenverkehrsort, fordert er.

Bei der Stadt hatte man seitens der Politik schon einen von Stadtverwaltung, Verkehrsaufsicht und Polizei ausgearbeiteten „Zielkatalog“ abgelehnt. Geändert habe sich bisher nichts an dieser Vorlage, betonte Dirk Gosch von der Stadtverwaltung auf LN-Nachfrage. „Wir werden jetzt einen neuen Anlauf nehmen und das Thema auf die Tagesordnung setzen“, erklärte er. Es scheint ein hartes Brot zu sein, mit Polizei und Verkehrsaufsicht auf einen Nenner zu kommen.

Zahlreiche Ziele, die jetzt noch ausgeschildert sind, sollen wegfallen. Alles, was nicht auf großen weißen Schildern stehen darf, soll dann mit kleinen Wegweisern (15 Zentimeter hoch) gekennzeichnet werden. Und bevor die angefertigt werden, möchte Gosch erst den großen Schilderwald von den politischen Gremien genehmigt bekommen.

Größter Streitpunkt sei, ob die Bad Segeberger Jugendherberge groß ausgeschildert werden dürfe. Überall in Schleswig-Holstein, in Großstädten und Kreisen werde auf Jugendherbergen deutlich hingewiesen, „nur bei uns darf das nicht sein“, wundert sich Gosch. Ein Streit zwischen Stadt und Kreis scheint hier programmiert.

Wolfgang Glombik

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