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Segeberg Zu Gast bei Mr. President
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00:44 11.01.2017
Bundespräsident Joachim Gauck und Partnerin Daniela Schadt empfingen gestern Silke Spillner-Kalemba (M.). Quelle: Foto: Bundesregierung/michael Gottschalk
Sülfeld/Berlin

Von Bundespräsident Joachim Gauck zu einem Neujahrsempfang eingeladen zu werden, das passiert nicht vielen Menschen in ihrem Leben. Die Sülfelderin Silke Spillner-Kalemba (54) hatte dieses Glück. Gemeinsam mit vier weiteren Ehrenamtlern in Schleswig-Holstein verbrachte sie den gestrigen Tag im Schloss Bellevue als Gäste des Bundespräsidenten und seiner Partnerin Daniela Schadt.

„Das war ein wahnsinnig schöner Tag. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde“, ist die Initiatorin des Flüchtlings-Helferkreises nach dem Empfang begeistert. Bevor der eigentliche Empfang begann, seien alle in ihrer Gruppe sehr aufgedreht gewesen. „Es war ja auch einfach alles aufregend. Eine Gruppe war vor uns dran. Als wir schließlich begrüßt wurden, war da so eine große Wärme und Herzlichkeit, die dieses Paar ausstrahlt. Beide sind wahnsinnig nette Menschen“, schildert Silke Spillner-Kalemba die Begegnung mit Joachim Gauck und Daniela Schadt.

Wie es im Schloss Bellevue üblich ist, waren nicht nur Ehrenamtler aus den unterschiedlichsten Bereichen zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten geladen, sondern auch die gesamte Ministerriege war gekommen, um sich unter das Volk zu mischen. „Sie waren alle da, sogar die Bundeskanzlerin. Nur Sigmar Gabriel hat gefehlt“, erzählt die Sülfelderin, die von der lockeren Atmosphäre angetan war, die die Mitglieder der Bundesregierung umgab. Viele Gespräche hätten stattgefunden. Zum Essen allerdings seien die Minister nicht geblieben. Nach gut 45 Minuten hätten sich die meisten wieder verabschiedet. Angela Merkel und Thomas de Maizière seien die letzten aus der Ministerriege gewesen, die den Neujahrsempfang verlassen hätten.

Anschließend habe es ein vorzügliches Drei-Gänge-Menü gegeben. Die rund 200 Gäste hätten an zehn großen Tischen gesessen. An jedem habe zudem ein Mitarbeiter des Bundespräsidialamtes Platz genommen, der alle Fragen rund um den Bundespräsidenten, die Politik und das weitere Geschehen habe beantworten können. „In einer Rede hat Joachim Gauck noch einmal betont, wie wichtig das Ehrenamt sei, das er sehr schätze“, so Silke-Spillner-Kalemba, die während des Empfangs ohne ihren Ehemann Andreas Kalemba (56) auskommen musste. Für ihn und die anderen Begleitpersonen der Empfangsgäste gab es nämlich ein Sonderprogramm. „Sie wurden durch den Reichstag geführt, bekamen alles erklärt und waren zum Essen eingeladen“, erzählt die Sülfelderin. Direkt nach dem Empfang ging es für das Ehepaar aber noch nicht nach Hause, denn ihre Kinder leben in Berlin. Katharina (24) studiert Pharmazie, Alexander Jura. Wie es der Zufall will, war gestern zudem der Geburtstag des Sohnes, der 26 Jahre alt geworden ist. „Wir werden mit unseren Kindern noch ein wenig feiern und anschließend wieder nach Hause fahren“, erzählt Silke Spillner-Kalemba.

Bescheiden, wie sie ist, kommt die 54-Jährige nur zu einem Schluss: „Jeder unseres Sülfelder Helferkreises hätte eine solche Einladung zum Bundespräsidenten auch verdient gehabt.“

 Petra Dreu

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