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Segeberg Zu viele unsichere Jobs im Kreis
Lokales Segeberg Zu viele unsichere Jobs im Kreis
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20:29 28.07.2017

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) kritisiert die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt im Kreis Segeberg. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten rund 42100 Menschen in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als alleiniges Einkommen. Das seien 41 Prozent aller Arbeitnehmer, mehr als je zuvor. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Kreis Segeberg seit dem Jahr 2003 untersucht hat. Damals lag die Quote sogenannter atypischer Jobs noch bei 33 Prozent. IG Bau-Bezirkschef Ralf Olschewski spricht von einem Alarmsignal an die Politik: „Es kann nicht sein, dass wir einerseits einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben, aber andererseits so viele Menschen in prekären Verhältnissen arbeiten.“ Der unbefristete Vollzeit- Job müsse dringend wieder zum Normalfall werden, fordert die IG Bau Holstein. Nach Angaben der Böckler-Stiftung hat in Segeberg besonders die Teilzeit-Beschäftigung drastisch zugenommen: Arbeiteten 2003 noch etwa 13600 Erwerbstätige in Teilzeit, waren es 2016 bereits rund 23200 – ein Anstieg von 71 Prozent.

Auch bei Minijobs gibt es der Studie zufolge keine Entwarnung: Rund 16100 Menschen im Kreis waren 2016 ausschließlich geringfügig beschäftigt (2003: 15000). In der Gebäudereinigung machten Minijobs laut Olschewski mittlerweile die Hälfte aller Arbeitsplätze aus.

LN

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