Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Zukunfts-Wettbewerb: Norderstedt will Stadt der kurzen Wege werden
Lokales Segeberg Zukunfts-Wettbewerb: Norderstedt will Stadt der kurzen Wege werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 21.07.2016

Zum zweiten Mal in Folge ist es der Stadt Norderstedt gelungen, in die Planungsphase des Wettbewerbs Zukunftsstadt zu gelangen, zu dem das Bundesforschungsministerium die Städte und Gemeinden aufgerufen hat. Zusammen mit 20 anderen Kommunen ist die größte Stadt des Kreises Segeberg von 51 Bewerber-Orten ausgewählt worden, um konkrete Projekte zu planen auf dem Weg, eine klimafreundliche Stadt zu werden. „Wir haben jetzt 200000 Euro Preisgeld dafür zur Verfügung“, freut sich der Projektleiter Herbert Brüning vom Amt für nachhaltiges Norderstedt. Norderstedt ist die einzige Kommune in Schleswig-Holstein, die diese Auszeichnung erhalten hat.

Herbert Brüning hat Norderstedt zum zweiten Mal in die engere Wahl der Zukunftsstädte gebracht. Quelle: Fuchs

Vor zwei Jahren hatte Norderstedt mit einem ähnlich großen Budget mehrere öffentliche Bürgeranhörungen und Workshops veranstaltet, um auszuloten, welche umweltfreundlichen Maßnahmen als erstes umgesetzt werden sollten. Dies führte dann zu neuen Radwegen, mehr Lärmschutz durch Ausweisung von Tempo-30-Zonen beispielsweise auf der Ulzburger Straße, einem größeren Angebot von Fahrrad- und Autoverleihstellen, der Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektromobilität sowie dem Bau eines Fahrradparkhauses am Zob und U-Bahnhof in Norderstedt-Mitte. Parallel dazu haben sich die Norderstedter Stadtwerke mit dem Bau von Blockheizkraftwerken und Umweltzertifikaten dazu entschlossen, die Stadt Norderstedt bis 2030 klimaneutral zu machen, also den CO2

-Ausstoß soweit zu senken, dass die Stadt zu einer Null-Immissions-Kommune werde.

Jetzt sei geplant, mit diesem Geld ein Forschungsinstitut zu beauftragen, dass mit einer flächendeckenden, repräsentativen Umfrage ermittelt, was die Norderstedter Bevölkerung tatsächlich von einer Zukunftsstadt erwartet und welchen Beitrag für den Klimaschutz sie dabei bereit sei zu tragen, erklärt Projektleiter Brüning.

Dazu werde nun zunächst ein Wettbewerb unter den Forschungsinstituten ausgeschrieben. „Die Workshops mit der Bürgerschaft, die zur Formulierung bestimmter Leitziele führten, waren nicht repräsentativ.“ Vor allem für das Ziel, eine Stadt der kurzen Wege zu werden, solle dabei baurechtlich und verkehrsmäßig beleuchtet und dafür konkrete Vorschläge erarbeitet werden. Sie sollen zu Plänen ausgearbeitet werden, die ab 2018 realisiert werden könnten.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Arie des Tonio aus „Bajazzo“, der bekanntesten Oper von Ruggero Leoncavallo, oder auch die Arie des Enrico aus „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti: Wunderschöne ...

21.07.2016

35000 Tonnen Bauschutt aus den abzubauenden Kernkraftwerken Brunsbüttel, Krümmel und dem Forschungsreaktor Geesthacht plant das Land auf sieben Deponien, darunter ...

21.07.2016

Zum 25. Geburtstag wird in der Schmalenseer Kita heute aber auch gespielt und gezaubert.

21.07.2016
Anzeige