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Zukunftsideen: Schülerinnen entwickeln Lernplattform

Trappenkamp Zukunftsideen: Schülerinnen entwickeln Lernplattform

Mit einer netzbasierten Lernplattform haben fünf Schülerinnen der Richard-Hallmann-Schule beim „Young Economic Summit“ (YES), dem Wirtschaftsgipfel der nächsten Generation, teilgenommen und bundesweit den zweiten Platz belegt. Der ist mit 2000 Euro dotiert.

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Haben mit ihrem Projekt den zweiten Platz gemacht: Shante und Chantal Pasternack (vorn) sowie Emma und Pauline Karstens. Es fehlt Sarah Lühke.

Trappenkamp. Im Februar hatte die Geographieprofil-Klasse mit dem Projekt begonnen. Die Ideenfindung war zäh, letztlich hielten die Zwillingspaare Shante und Chantal Pasternack und Emma und Pauline Karstens sowie Sarah Lühke durch und erarbeiteten das Projekt. Unterstützt wurden sie von ihrer Geographie-Lehrerin Stephanie Hellmair und Wirtschaft-und-Politik-Lehrer Dario Brickart.

LN-Bild

Mit einer netzbasierten Lernplattform haben fünf Schülerinnen der Richard-Hallmann-Schule beim „Young Economic Summit“ (YES), dem Wirtschaftsgipfel der nächsten Generation, teilgenommen und bundesweit den zweiten Platz belegt. Der ist mit 2000 Euro dotiert.

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Herausgekommen ist „matchED“, eine webbasierte Lernplattform für Schüler. Mithilfe dieses Werkzeuges können Schüler eigenverantwortlich ihre digitalen Kenntnisse und Fähigkeiten schulen, erweitern und sogar für einen Berufszweig vertiefen. Denn die Plattform verbindet ein Informationsmodul mit einem Lernmodul. Informationen von Unternehmen, die bestimmte Anforderungen digitaler Kompetenzen an Auszubildende haben, sind im Infomodul aufgelistet. Im Lernmodul sind zum einen digitale Grundvoraussetzungen wie Suchen, Bearbeiten, Speichern und Darstellen von Daten aber auch das Schützen dieser vorgesehen. Dazu kommen berufsspezifische Kenntnisse wie zum Beispiel Bildbearbeitung, Programmierung oder Datenanalyse.

Anhand von Beispielen sollen die digitalen Fähigkeiten erlernt werden. Es wird zu Hause oder in Freistunden daran gearbeitet. Vorstellbar ist halbjährlich einen Test zu machen, der von Lehrern überwacht und bewertet wird. Die unterschiedlichen Inhalte werden bewertet, die Punktzahl fließt in ein Zertifikat ein. „Dieses kann bei Bewerbungen eingereicht werden und verdeutlicht, über welche digitalen Kenntnisse der Bewerber verfügt“, erklären die jugendlichen Entwicklerinnen. Außerdem sollen Newsletter dafür sorgen, die Nutzer immer auf dem neusten Stand zu halten. Sind neue Kenntnisse erforderlich, wird das Lernmodul entsprechend erweitert.

Ob die Plattform irgendwann tatsächlich in die praktische Anwendung kommt, ist noch ungewiss. Erste Gespräche mit Unternehmen wie IBM haben die Jugendlichen geführt. Doch Schulen dürfen nur mit Stiftungen kooperieren. Ein Höhepunkt für die jungen Frauen war die Teilnahme an einer digitalen Konferenz in Berlin, „bei der wir coole Kontakte geknüpft haben“, erzählt Chantal. Die Arbeit hat nicht nur Spaß gebracht, sie hat die Schülerinnen auch verändert: ein gestärktes Selbstbewusstsein, neue Möglichkeiten und ein erweiterter englischer Wortschatz. Denn der Vortrag auf dem Finale musste auf Englisch gehalten werden.

Schüler suchen Lösungen

Der „Young Economic Summit“ , kurz YES, ist ein Schülerwettbewerb rund um wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Joachim Herz Stiftung. Ziel ist die Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz, Verantwortung und ökonomische Bildung. Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei Lösungsvorschläge für die dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit.

 Silvie Domann

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