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Zum Monatsende macht die Volksbank zu

Garbek Zum Monatsende macht die Volksbank zu

Beim Informationsabend zur Schließung in Garbek reichte der Platz im Wensiner Golf-Clubhaus nicht.

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Volles Haus: Fast 150 Kunden aus Garbek und Umgebung waren zur Informationsveranstaltung der Volksbank Eutin in das Restaurant des Golfclubs gekommen.

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Garbek. Garbek. Am 26. Februar ist Schluss: Manche haben es geahnt, andere sind überrascht, dass die Filiale der „Volksbank Eutin Raiffeisenbank eG“ in nur drei Wochen ihre Türen im Kreis Segeberg für immer schließt. Lediglich ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker sollen stehen bleiben — vorerst zumindest. Für alle, die mit Online-Banking nichts am Hut haben, wird eine Telefon-Servicestelle eingerichtet. Auch mit einem Geld-Bringdienst will die Bank ihre Kunden bedienen — ebenfalls vorerst. Ob all das aufrechterhalten bleibt, hängt davon ab, wie viele Kunden ihr die Treue halten.

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Anstelle des Altbaus sucht die Bank für Automaten barrierefreie Räume.

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Die Tische im Golfclub Wensin reichten nicht aus: Das Interesse der Bankkunden war so groß, dass die letzten Besucher die Informationen und das Abschiedsessen (Würstchen mit Kartoffelsalat) aus dem Nebenraum verfolgen mussten. „Dass noch so viele gekommen sind — es ist ja eh beschlossene Sache“, sagte Sigrid Tetzlaff (65), die bereits als Kind ein Sparbuch bei der Volksbank gehabt hat.

Überrascht ist sie von der Schließung nicht. „Filialleiter Hans Wilhelm Nohrn geht Ende Juni in Rente. Dass dann geschlossen wird, haben wir uns schon gedacht“, sagt die Kundin.

Das veränderte Kundenverhalten, technischer Fortschritt und die lang anhaltende Niedrigzinsphase machte Vorstandssprecher Matthias Benkstein für die Schließung der Filiale in Garbek verantwortlich.

Änderungen in der Zinspolitik seien nicht zu erwarten, die Reduzierung der Personal- und Sachkosten sei deshalb unumgänglich und erfordere neue Wege. „Mit der Sparkasse Holstein sind wir eine Kooperation zum Betrieb von Geldautomaten eingegangen. Das wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen“, so Benkstein.

„Wir bleiben in Garbek — nur anders“, erklärte sein Vorstandskollege Hans-Wilhelm Hagen. Er pries die telefonische Service-Filiale, mit der besonders die älteren Kunden angesprochen würden, als Antwort auf die Filialschließung an. Nahezu alles könne telefonisch erledigt werden, die Kundenberatung könne zudem im heimischen Wohnzimmer stattfinden. Als besonderen Service könne ein Mal im Monat Bargeld kostenlos ins Haus geliefert werden. Und wer ausschließlich weiter von Hans Wilhelm Nohrn beraten werden möchte, für den könne sicherlich ein Termin gefunden werden — zumindest bis Ende Juni.

Die Aussagen, dass Geldautomat und Kontoauszugsdrucker in Garbek bleiben sollen, waren Bürgermeister Jörg Buthmann dann doch zu vage. Er fragte nach, wie lange die Automaten in der Gemeinde bleiben sollen und ob es den kostenlosen Geld-Bringservice auch im nächsten Jahr noch geben werde. „Wir können nur das versprechen, was wir halten können. Wenn wir die Kunden bei uns halten, fällt uns eine Entscheidung sicherlich leichter“, so Hans Wilhelm Hagen, der verriet, dass seine Bank in Garbek eine 100-prozentige Kundenabdeckung habe. Die Stimmungslage war an dem Abend unterschiedlich. Während Dirk Brandt (58) beispielsweise abwarten möchte, wie ein Verbleib bei der Volksbank Eutin läuft, steht für Ole Stoltenberg (20) bereits jetzt fest: „Ich werde wechseln.“

Wer Geld auf ein Sparbuch oder Konto einzahlen möchte, der hat in drei Wochen nur noch die Möglichkeit, in eine der fünf Filialen der Bank nach Ahrensbök, Scharbeutz, Timmendorfer Strand, Malente oder Eutin zu fahren. „Mit dem Rollator ist das ein bisschen weit“, sagte ein älterer Kunde. Zumindest wenn es nach Vorstandssprecher Benkstein geht, sind Bareinzahlungen ohnehin überholt. Seine Worte: „Horten Sie Ihr Geld unter der Matratze. Es gibt eh keine Zinsen.“

Petra Dreu

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