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Segeberg Zum Reformationstag nach Afrika
Lokales Segeberg Zum Reformationstag nach Afrika
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21:18 15.10.2015
Mit der Lutherrose auf nach Afrika: v. l. Käthi Rodenbeck, Pastor Tobias Gottesleben, Pastor Thomas Lemke, Dagmar Drummen, Cay Nebendahl. Nicht auf dem Foto ist Mitfahrer Johannes Steigner. Quelle: hfr

Sechs Frauen und Männer aus Kirchengemeinden brachen gestern für zweieinhalb Wochen in die Demokratische Republik Kongo. Mit ihren Partnergemeinden Kingondja und Malemba wollen sie mit anderen Christen über Flüchtlinge und das Reformationsjubiläum sprechen.

Höhepunkte der vom Kirchenkreis Altholstein organisierten Reise sind unter anderem ein Gottesdienst in einem kongolesischen Gefängnis und das Treffen mit einem traditionellen Stammesführer. Außerdem besuchen die Boostedter und Neumünsteraner die Partner ihrer Kirchengemeinden. In Malemba wird die Delegation aus der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Neumünster das Schulgebäude besichtigen, das die Gemeinde mitfinanziert hat. Dieser Besuch ist für Partnerschaftsarbeit wichtig, erklärt Pastor Tobias Gottesleben nachdrücklich: „Der Kontakt ist sonst schwierig, es gibt dort kein Internet, Briefe brauchen sehr lange." Die Warmherzigkeit der Gemeinden vor Ort lasse aber kein sich Fremdfühlen zu. Das bestätigt Pastor Thomas Lemke aus Boostedt: „Ich freue mich sehr auf die wunderbaren Menschen“, erklärter und strahlt. Lemke reist bereits zum fünften Mal in den Kongo und hatte auch schon Afrikaner zu Besuch: „Inzwischen haben sich da schon richtige Freundschaften entwickelt.“

Boostedt unterhält seit dem Jahr 2000 Beziehungen zur Kirchengemeinde im 12000 Einwohner-Ort Kingondja in der Provinz Katanga.

Die Altholsteiner unterstützten in den letzten Jahren den Bau einer Kirche und die Milchspeisung von Schulkindern. Als nächstes ist die Erneuerung der Schule in Planung. „Aber die Partnerschaft ist mehr als nur einseitige finanzielle Hilfe“, betont Lemke. „Wir lernen viel voneinander und über den Glauben."

Die Schleswig-Holsteiner haben zwei wichtige Themen für die Gespräche angedacht. Zum einen haben Deutsche wie Afrikaner Erfahrungen mit Flüchtlingen und wollen sich austauschen. Im Süden Kongos stranden viele geflohene Menschen, beispielsweise aus den Krisengebieten im Nachbarstaat Ruanda. Zweites Thema ist das Reformationsjubiläum, das 2017 ansteht. „Die evangelisch-lutherische Kirche im Kongo ist in vielen Ansichten über Luther sehr ursprünglich. Das wird bestimmt spannend“, glaubt Pastor Gottesleben. Eine klappbare Lutherrose aus Holz liegt als Gastgeschenk schon im Gepäck der Altholsteiner.

Neben guten Gesprächen erwartet er auf der Reise „afrikanische Kultur in Reinform“. Schließlich sei man nicht als Touristen unterwegs, sondern besuche Freunde. Darauf freut sich auch Dagmar Drummen, die zum ersten Mal in den Kongo reist. Die Schulleiterin aus Boostedt will „mal über den eigenen Tellerrand hinausgucken“. Vorbereitet hat sie sich mit einem Sachbuch über den Kongo.

LN

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