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Segeberg Zum Vatertag wird die Backofenwiese wieder gesperrt
Lokales Segeberg Zum Vatertag wird die Backofenwiese wieder gesperrt
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19:25 28.04.2016
Auch an der Badestelle Klein Rönnau hatte die Polizei in den vergangenen Jahren alles im Griff. Vatertag-Feiernde wollen die Behörden auch in diesem Jahr stets im Auge behalten. Falschparker, die Rettungswege an der Straße im Bereich Klüthseehof zustellen, sollen abgeschleppt werden.

Stadt, Amt Trave-Land und Polizei setzen gemeinsam wieder auf bewährte Sicherheitsmaßnahmen vergangener Jahre zum Jubelfest des Hochprozentigen.

Die feuchtfröhliche Bollerwagentour mit Fass oder Kiste Bier ist für den einen der Höhepunkt des Jahres, für den anderen ein Graus, weil er sich beim Rad-Ausflug mit Familie zum Beispiel am Segeberger See, permanent Pöbeleien angetrunkener junger Erwachsenen ausgesetzt sieht. Die haben in den seltensten Fällen schon Vaterfreuden genießen dürfen.

Früher herrschte vor allem auf der Backofenwiese mit unzähligen angetrunkenen und aggressiven Feiernden fast schon Ausnahmezustand. Die Polizei musste zum Großeinsatz ausrücken und bei Schlägereien dazwischengehen oder unappetitlich „Alkohol-Leichen“ einsammeln. Da hilft es seit fünf Jahren, die Backofenwiese zum Vatertag immer komplett zu sperren. Grund sind Sicherheitsmaßnahmen, begründet Hartmut Gieske vom Bad Segeberger Ordnungsamt die Platzsperre. Es sei äußerst schwierig, den Landeplatz für den Rettungshubschrauber an der „Backe“ blitzschnell von Angetrunkenen zu räumen. Es sei auch gefährlich, wenn beim windigen Landevorgang „Holzkohle-Grills durch die Gegend fliegen und sich Besoffene an die Hubschrauber-Kufen hängen“. Damit nicht genug:

Damit die schöne Bad Segeberger Promenade auf keinen Fall von enthemmten Jugendlichen beschmiert oder beschädigt wird, soll ein Wachdienst dort die Feiernden im Auge behalten. Den Wanderweg am Segeberger See dürfen die Behörden übrigens nicht für Alkoholfreunde sperren. Dem widersprach vor Jahren ein Verwaltungsgerichtsurteil.

Inzwischen treffen sich die Vatertags-Pilger mit Wägelchen vermehrt an der Badestelle in Klein Rönnau und im Umfeld des Klüthseehofs. Dort werde auf jeden Fall die Polizei präsent sein, erklärte Gieske. Das zuständige Amt Trave-Land werde dafür sorgen, dass am Himmelfahrtstag die schmale Straße dort nur in eine Richtung von Klein Rönnau Richtung Stipsdorf als Einbahnstraße befahrbar sein werde. Damit dort nicht etwa Rettungswege mit parkenden Autos zugestellt werden, so Gieske, sei beabsichtigt, einen Abschleppdienst zu stationieren. Der könne Falschparker gleich auf den Haken nehmen. Dies sei bei den zu erwartenden Menschenmassen rund um den Klüthseehof erforderlich.

Von Wolfgang Glombik

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