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Wahlstedt Zurück ins Wahlstedter „Wohnzimmer“

Tim Fischer und den Kulturring verbindet eine lange Freundschaft – nun kommt er wieder ins Kleine Theater.

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Tim Fischer bei einem Auftritt vor einigen Jahren. Der 43-jährige Chansonier lebt in Berlin, ist mit dem Kubaner Rolando Domínguez verheiratet und begann seine Karriere im Hamburger Schmidt Theater.

Quelle: Fotos: Hil*(1)/ukn

Wahlstedt. Sein 25-jähriges Bühnenjubiläum hat er auf der Bühne des Kleinen Theaters gefeiert. Seinen 30. Geburtstag hat er ebenfalls in der Segeberger Provinz mit einem Konzert in Wahlstedt begangen, so manchen launigen Abend nach einem seiner vielen Auftritte im Kreis des Kulturrings verbracht: Tim Fischer. Mittlerweile ist der norddeutsche Jung – der das „R“

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Tim Fischer und den Kulturring verbindet eine lange Freundschaft – nun kommt er wieder ins Kleine Theater.

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so meisterlich rollt, dass man fast beiseite springen möchte, um nicht von ihm erfasst zu werden – 43 Jahre alt. Gerade ist Fischers jüngste CD fertig geworden, seine dreiundzwanzigste. Ein Studioalbum.

Nach der umjubelten Premiere vor kurzem in der „Bar jeder Vernunft“ in seiner Wahlheimat Berlin startet er nun eine Konzertreise durch die Republik, die ihn am Sonnabend, 5. November, als erstes in sein „norddeutsches Wohnzimmer“ nach Wahlstedt führen soll. Das Verhältnis zwischen Künstler und Kulturring ist eine sehr innige. Fischer: „Es sind die kleinen Dinge, die Gesten, das Familiäre, was dafür sorgen, dass man sich hier einfach wohl fühlt.“

„Es ist eine über viele Jahre gewachsene Freundschaft. Wir kennen uns schon seit Mitte der 90er“, ergänzt Wilfried Jendis, der Kulturringvorsitzende. „Für Wahlstedt hat Tim sogar schon besondere Programme zusammengestellt.“ Das gemeinsame Abendessen im Anschluss an die Vorstellung sei ebenso Usus, wie die Herzlichkeit, mit der man sich begegne.

Und so wird der kommende Sonnabend so etwas wie ein Heimspiel. Denn dann heißt es: „Absolut – Tim Fischer“. „Mein Baby“, wie der Chansonier sein jüngstes Album im Gespräch mit dem Deutschlandfunk nannte, ist nach mehrmonatiger „Schwangerschaft“ gesund zur Welt gekommen, und wird seither von der „Familie“ umjubelt. Es ist das Konzentrat aus über 25 Jahren musikalischer Erfahrung. Der melancholische Chanson-Clown. Der musikalische Seiltänzer. Der sensible Spaßvogel mit Tiefgang, der es versteht, die Balance zwischen schwülstigem Liebesschwur und schwarzem Humor zu halten, hat, wie er selbst sagt, hart gearbeitet. Und das gemeinsam mit vielen Musikern, etwa der Harfenistin Simonetta Ginelli, dem Jazztrompeter Sebastian Studnitzky, vor allem aber mit seinem „Haus- und Hofkomponisten“ Rainer Bielfeldt.

Wenn Tim Fischer singt, dann ist er nie Interpret, sondern schlüpft geradezu in die Haut desjenigen, von dem die Geschichte gerade erzählt. Wie etwa im Musical „Adam Schaf hat Angst“, dass der 2011 verstorbene österreichische Komponist, Dichter und Sänger Georg Kreisler („Tauben vergiften“) schrieb und mit Fischer auf die Bühne brachte. Die Zeiten, in denen Fischer schrill kostümiert in Highheels über die Bühne stöckelte, scheinen vorbei. Gut sitzender Anzug, scharf gezogener Scheitel, kurzes Haar, ein vielsagendes Lächeln auf den Lippen, das ist der Künstler heute. Geblieben von bunter Performance ist Bühnenpräsenz mit großen Gesten und die ganz besondere Art von Tim Fischer. Das hat ihm längst eine große Fangemeinde beschert, die in den vergangenen Monaten via Video-Tagebuch im Studio dabei sein konnte, bevor es in der nächsten Woche in Wahlstedt heißt: Absolut Tim Fischer.

Große Spende und Goldene 20er

Tue Gutes und rede darüber, damit andere sich dem Guten, das du tust, anschließen – so in etwa könnte auch der Leitspruch der Service-Clubs lauten, die sich in der Gesellschaft engagieren. Am Wochenende war es der Wahlstedter Lions Club, der im Kleinen Theater mit einem Benefizkonzert in Kooperation mit dem Kulturring und einer Spende an das Jugendzentrum (Juz) aufwartete.

1001 Euro und zehn Cent überreichte der amtierende Lions-Club-Präsident Stephan Bartholl an Juz-Leiterin Anke Schallmo. Mit dem Geld soll einmal mehr die Juz-Aktion „Brotzeit“ unterstützt werden. Zu diesem Kinder- und Jugendprojekt gehört vom Einkaufen bis zum gemeinsame Essen alles rund um gesunde Ernährung. Die Spende ist das eine, das Konzert, mit dem alljährlich weitere Gelder eingeworben werden, das andere. Mit dem Casanova Society Orchestra unter Leitung von Conferencier, Sänger und Geiger Andreas Holzmann sowie Geigerin Sonja Firker ging’s musikalisch ins Berlin der Goldenen 20er.

Man logierte im Hotel Adlon und schob im Foxtrott übers Parkett. Jazz eroberte die Tanzpaläste, Unterhaltungsmusik mit den frivolen Texten Friedrich Hollaenders, Schlager von Franz Grothe, Songs von Paul Whiteman und George Gershwin.

Zwischen „Puttin’ On The Ritz“, „Veronika, der Lenz ist da“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“ fühlte sich auch das Wahlstedter Publikum im nahezu ausverkauften Kleinen Theater gut unterhalten – was will man mehr?

Chansonabend

Mit Rainer Bielfeldt tritt Tim Fischer am Sonnabend, 5. November, ab 20 Uhr im Kleinen Theater in Wahlstedt auf. Für den Chansonabend sind noch Restkarten für 23 Euro zu haben: Bei der Buchhandlung Kühne (Marktplatz), im Internet unter www.theater-wahlstedt.de oder der Ticket-Hotline 04554/ 2211 dienstags und donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr.

Einen Vorgeschmack und das Video-Tagebuch gibt es auf der Facebook-Seite des Künstlers. hil

Hil Heike Hiltrop

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