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Segeberg Zwei Brüder spielen bei den Besten mit
Lokales Segeberg Zwei Brüder spielen bei den Besten mit
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20:32 05.04.2016
Michel Schwalgin (15) aus Bad Bramstedt gehört mit seiner Posaune bereits zum vierten Mal zum Landesjugendorchester. Quelle: Fotos: Kullack

„Er hat mehr zu tun als ich, aber das ist gar nicht schlimm.“ Ohne Neid blickt Michel Schwalgin (15) auf seinen Bruder Moritz (14): Beide sind zum wiederholten Mal — Michel bereits zum vierten — Mitglied des Landesjugendorchesters, das die talentiertesten jungen Musiker aus Schleswig-Holstein zwei Mal im Jahr in der Bad Segeberger Jugendakademie versammelt. Beethoven und Brahms, Schubert und Franz von Suppé, vor allem aber Wien mit viel, viel Johann Strauss stehen in diesen Osterferien auf dem „Speiseplan“. Die öffentliche Generalprobe (Siehe Servicetext) gibt es am Freitag, 8. April.

Außer Michel und Moritz Schwalgin aus Bramstedt gibt es noch ein Brüderpaar und eine Harfenistin aus dem Kreis.

Die Schwalgins kommen aus Bad Bramstedt, Michel spielt Posaune, Moritz aber Schlagwerk — das erklärt, weshalb der jüngere Bruder mehr gefordert ist, Posaune erklingt nun einmal nicht in jedem Stück.

Moritz Schwalgin war im Vorjahr mit 13 Jahren erstmals dabei, und das kam dadurch zustande, dass er mit den Eltern den Bruder Michel zu dessen bis dahin dreimaligen Mitwirken begleitet hatte. „Meine Kollegen sind jung und ziemlich gut, das macht riesig Spaß“, hatte er den LN 2015 erzählt. Und ganz so schlecht kann er selbst nicht gewesen sein — sonst hätte der Landesmusikrat ihn nicht erneut eingeladen. Dieses Mal arbeitet er mit dem etwas älteren Schlagwerker Jan-Dominik Krueger aus Husby (Kreis Schleswig-Flensburg) zusammen — eine Zusammenstellung, von der der Jüngere sehr profitiert.

Auch Bruder Michel ist mit der Oster-Session in Bad Segeberg sehr zufrieden: „Das Programm ist zwar lang, aber abwechslungsreich, so dass es nie langweilig wird“, meint er. Wie sein Bruder hat er mit der Musik im Orchester der Bramstedter Turnerschaft begonnen und dann weiteren Einzelunterricht genommen. Dass es an seinem Gymnasium, der Bramstedter Jürgen-Fuhlendorf-Schule, keinen Musikunterricht gibt, findet Michel sehr bedauerlich.

Die Schwalgins sind nicht die einzigen Teilnehmer aus dem Kreis Segeberg. Auch die Brüder Friedrich (19, Horn) und Ludwig Böcker (17, Posaune) aus Altengörs sind erneut dabei, ebenso die 16-jährige Harfenistin Julia Lilli von Grebmer aus Bad Segeberg, über die das LN-Kulturmagazin vor einer Woche auf einer ganzen Seite berichtet hatte.

Mit dem Dirigenten dieser Osterferien, Peter Sommerer, einem gebürtigen Österreicher, sind besonders die älteren Teilnehmer des Landesjugendorchesters bereits in der frühen Probenphase hochzufrieden — der Generalmusikdirektor des Landestheaters Schleswig-Holstein hatte bereits die Herbst-Session 2012 geleitet und das Orchester dabei zu neuen Höhenflügen getrieben. Auch mit Straussens Fledermaus-Ouvertüre, dem Kaiserwalzer oder Strawinskis „Zirkuspolka für einen jungen Elefanten“ dürfte es ihm und dem Orchester am Freitag gelingen.

Die Generalprobe des 78 junge Musiker starken Landesjugendorchesters beginnt am Freitag, 8. April, um 19 Uhr im Forum der Bad Segeberger Jugendakademie. Der Eintritt ist frei; Spenden sind erwünscht.

Das Konzert findet dann am Sonnabend, 9. April, ab 19 Uhr auf Schloss Wotersen statt. Auch hier ist der Eintritt frei.

Bereits am Sonnabend, 16. April, ist erneut hochklassige Musik von jungen Musikern in Bad Segeberg zu hören: Auf Einladung des Konzertrings musizieren ab 17 Uhr im Rathaussaal Landespreisträger von „Jugend musiziert“. Eintritt frei.

Von Lothar Hermann Kullack

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